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Sammelgrube wird für Pasewalker richtig teuer

Am 5. Oktober können die Bürger mitreden: Dann wollen Pasewalks Stadtvertreter an der Gebührenschraube für das Abwasser drehen. Erstaunlich: Die Preise gehen nicht nur nach oben, sondern auch nach unten.

Auf die eigene Sammelgrube für das Abwasser ab 2017 zu verzichten und das Grundstück an das zentrale Abwassernetz anschließen, kann den Pasewalkern ab 2017 doch etwas bringen: Die zentrale Abwasserentsorgung bleibt mit 2,73 Euro je Kubikmeter günstig. 2016 wurde die Kanalisation in der Feldstraße erneuert. Die Bauarbeiten sind im ersten Abschnitt abgeschlossen.
Rainer Marten Auf die eigene Sammelgrube für das Abwasser ab 2017 zu verzichten und das Grundstück an das zentrale Abwassernetz anschließen, kann den Pasewalkern ab 2017 doch etwas bringen: Die zentrale Abwasserentsorgung bleibt mit 2,73 Euro je Kubikmeter günstig. 2016 wurde die Kanalisation in der Feldstraße erneuert. Die Bauarbeiten sind im ersten Abschnitt abgeschlossen.

Die fraktionslose Stadtvertreterin Heidrun Petruschke weist auf eine wichtige Zusammenkunft auf dem Weg zur Gebührenänderung hin. "Am 5. Oktober tagt um 18 Uhr im Rathaus der Wirtschaftsausschuss gemeinsam mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr sowie mit dem Finanzausschuss. Es geht um das Schmutzwasser. Und das geht jeden an", sagt sie. Die Tagung ist öffentlich, das Thema kann dort hinterfragt werden. Sie möchte, dass die Bürger nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Die Gebühren müssen in Pasewalk alle drei Jahre neu kalkuliert werden. Das ist in diesem Jahr fällig, damit ab 2017 neue Gebühren eingeführt werden können. Der Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH hat die Entwicklungen bis 2019 analysiert.

Das Unternehmen schlägt für Pasewalk jetzt folgende Gebühren vor: Der Kubikmeter Abwasser für die zentrale Abwasserentsorgung soll mit 2,73 Euro unverändert bleiben. Wer eine Sammelgrube im Stadtgebiet nutzt, soll ab 2017 dann 7,22 Euro je Kubikmeter bezahlen (alt: 2,49 Euro). Die Abholgebühr aus Kleinkläranlagen sinkt von 19,25 Euro je Kubikmeter auf 14,35 Euro. Sinken sollen auch die Reinigungsgebühren für Kleinkläranlagen (von  jetzt 32,21 Euro auf 25,68 Euro) und die Reinigungsgebühren für abflusslose Sammelgruben (von 5,66 Euro auf 4,47 Euro).