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Schimmelalarm in Strasburg

VonFred LuciusNach einer Mieterinin der Liebknecht-Straße beklagt nun aucheine junge Frau in der Thomas-Müntzer-Straße einen fiesen Schimmel-Befall in ...

Jana Topel ist verzweifelt: Überall Schimmel.  FOTO: f. lucius

VonFred Lucius

Nach einer Mieterin
in der Liebknecht-Straße beklagt nun auch
eine junge Frau in der Thomas-Müntzer-Straße einen fiesen Schimmel-Befall in ihrer Wohnung.

Strasburg.Jana Topel zieht die Tapete ein wenig zur Seite. Schwarze Flecken werden im Fensterbereich sichtbar. Auch in der unteren Ecke des Schlafzimmers: Schimmel. Bis auf das Kinderzimmer ist jeder Raum betroffen. „Das ist eigentlich, seit ich hier wohne so“, sagt die 32-Jährige. Die Flecken hat sie mehrfach weggewischt und übergestrichen. Ihr fünfjähriger Sohn Julian schläft inzwischen häufig bei der Oma, weil er öfter krank ist. Auch andere Mieter in dem Aufgang in der Thomas-Müntzer-Straße 18 würden über Schimmel klagen oder seien deswegen ausgezogen, sagt die junge Frau. Jana Topel wie auch ihr Lebensgefährte Stephan Ziehl sind sich einig, dass die Feuchtigkeit über die Fassade eindringt. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) als Vermieter drücke sich vor ihrer Verantwortung und wolle nur das Geld der Mieter. Jana Topel hat die Wohnung zum 31. Mai gekündigt. Ihr ist auch die vorgenommene Messung unklar. Während beim Messen eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 50 Prozent angezeigt wurde, standen im Auswertungsprotokoll 88 Prozent. „An den Geräten kann man nicht manipulieren. Die sind wie eine Black Box“, sagt GWG-Chef Lutz Zimmermann. Bauliche Mängel lägen nicht vor. Ursache sei falsches Heiz- und Lüftungsverhalten. „Wegen der Energie-Kosten wird zu wenig geheizt und gelüftet. Eine Kippstellung der Fenster den ganzen Tag über ist kein Lüften“, betont Lutz Zimmermann.