Der nächste Einbruch:

Schon wieder trifft es eine Feuerwehr

Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten! Schon wieder trifft es eine Feuerwehr! Vor zwei Tagen legten die Einbrecher die Feuerwehr in Blankensee lahm, jetzt waren die Papendorfer die Opfer. Gibt es einen Zusammenhang?

Markus Albrecht schiebt das Fach heraus, in dem nun die Kettensäge fehlt. Rechts neben den Holzgriffen hing der Bolzenschneider, der ebenfalls gestohlen wurde.
Denny kleindienst Markus Albrecht schiebt das Fach heraus, in dem nun die Kettensäge fehlt. Rechts neben den Holzgriffen hing der Bolzenschneider, der ebenfalls gestohlen wurde.

Ist das ein Déjà-vu? Es scheint zumindest so. In der Nacht zum Mittwoch drangen Unbekannte über ein Fenster in das Vereinshaus in Papendorf ein. Sie betraten sämtliche Räume bis hin zur Fahrzeughalle der Feuerwehr, die direkt am Vereinshaus anliegt.

Der Einbruch in Papendorf wirkt daher im ersten Moment wie eine Wiederholung des Einbruchs in Blankensee, der erst wenige Tage zurückliegt. Auch dort befinden sich Feuerwehr, Gemeindebüro und das Büro der Agrargesellschaft unter einem Dach. „Uns ist der örtliche und zeitliche Zusammenhang bewusst“, sagt Ortrun Schwarz, Sprecherin der Anklamer Polizeiinspektion. Die Kriminalpolizei ermittelt. Allerdings weisen beide Einbrüche auch einige Unterschiede auf.

Wurden die Einbrecher gestört?

Den Gesamtschaden in Papendorf schätzt die Polizei auf 1200 Euro. Aus einem Feuerwehrauto entwendeten die Einbrecher eine Kettensäge und einen Bolzenschneider. Im Vereinshaus hebelten sie etliche Schränke auf und stahlen unter anderem einen Cd-Player, eine Spielkonsole und Bargeld. Im Vergleich zu Blankensee, wo allein die gestohlene Pumpe schon einen Wert von 15 000 Euro hatte, kamen die Papendorfer wohl noch relativ glimpflich davon. Bürgermeister Dietmar Großer glaubt daher, dass die Einbrecher gestört wurden. In bereits aufgebrochenen Schränken hätten sie teils hochwertige Technik liegen lassen. Auch in dem Feuerwehrauto war noch deutlich mehr zu holen als die beiden entwendeten Geräte.

Der wichtigste Unterschied ist jedoch: Die Papendorfer Feuerwehr ist nach wie vor einsatzbereit. Auch wenn die Kettensäge für die Sturmschädenbeseitigung fehlt.

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