60 Einsätze im Kreisgebiet:

Sturmböen zerfetzen Pappeln und Kastanien in Pasewalk

Ein kräftiges Gewitter beendete am Sonnabend die hoch-sommerlichen Temperaturen in und um Pasewalk. Sturmböen peitschen über die Pasewalker Umgehungsstraße und die Dargitzer Straße und richteten dort etliche Schäden an. Im gesamten Kreisgebiet gab es 60 wetterbedingte Einsätze von Rettungskräften.

Die Dargitzer Straße am Stadtrand von Pasewalk war vom Sturm besonders betroffen. Dort steht eine alte Kastanienallee. Am Sonnabend riss der Orkan starke Äste ab, die in die Vorgärten stürzten.
Rainer Marten Die Dargitzer Straße am Stadtrand von Pasewalk war vom Sturm besonders betroffen. Dort steht eine alte Kastanienallee. Am Sonnabend riss der Orkan starke Äste ab, die in die Vorgärten stürzten.

Gegen 15.30 Uhr zog über Belling und Sandförde eine Gewitterfront langsam in Richtung Pasewalk. Aber auch im Süden Pasewalks türmten sich erste Wolken auf und zogen in Richtung Küste. Den ersten Schauern folgte gegen 16.30 Uhr ein echter Sturm, der vor Pasewalk vor allem die mächtigen Pappeln an der Umgehungsstraße und die alten Kastanien in der Dargitzer Straße erwischte.

B 109 blockiert

Der Sturm riss Äste ab, die einen Durchmesser von dreißig Zentimetern und mehr hatten. Kurze Zeit später wurde die Pasewalker Feuerwehr und das Technische Hilfsdienst alarmiert, weil Pappeläste die B 109 bei Pasewalk blockierten und den Verkehr behinderten. In kurzer Zeit fielen bis zu 20 Liter Regen je Quadratmeter.

Während die Bundesstraße 109 noch ohne weitere Probleme geräumt werden konnte, bot sich nach dem Sturm in der Dargitzer Straße ein anderes Bild. Der Orkan hatte dort erneut in der alten Kastanienallee gewütet. Dicke Äste stürzten in die Vorgärten, zerschmetterten Gartenpfosten aus Ziegelstein und etliche Zäune. Pasewalks Feuerwehr rückte zu mindestens zehn Einsätzen aus. Unentwegt im Einsatz war das THW.

Folgen des Gewitters im Kreisgebiet

Kreis-Sprecher Achim Froitzheim fasste am Sonntag die Folgen des Gewitters vom Vortag im gesamten Kreisgebiet zusammen. Besonders heftig war das Gewitter im Südkreis in der Region Pasewalk, Strasburg, Jatznick und Torgelow, sagte er. Am Abend verlagerte sich die Wucht des Gewitters in Richtung Norden. Betroffen  waren unter anderem Lübs, Medow, Züssow und Spantekow. 

Die Gewitterfront zog dann über Usedom ab. Zwischen 16.30 und 22 Uhr gab es im Zusammenhang mit dem Unwetter 60 Einsätze von Rettungskräften im Kreis. Personenschäden gab es nicht. Im Einsatz waren 20 Feuerwehren und das THW Pasewalk.  Landrätin und Dezernent dankten am Sonntag ausdrücklich den Rettungskräften für ihre zahlreichen Einsätze an diesem Tag. 

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