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Süchtiger Ganove plünderte sogar Kirche

Seit dem Frühjahr 2013 hielt ein Einbrecher Pasewalk in Atem. Jetzt stellte die Polizei einen Verdächtigen. Der 18-Jährige plünderte Pasewalker Firmen und private Keller und sogar die Marienkirche.

Was sich hinter den Wänden von Pasewalks Plattenbauwohnungen abspielt, kann niemand sagen. Fest steht: Dort werden auch Drogen konsumiert, finanziert mit Diebesgut.
Was sich hinter den Wänden von Pasewalks Plattenbauwohnungen abspielt, kann niemand sagen. Fest steht: Dort werden auch Drogen konsumiert, finanziert mit Diebesgut.

Über Monate schlug der Täter immer wieder zu: Kellerräume, Imbisse, ein Friseursalon, Firmensitze – nichts war vor dem Einbrecher sicher. Einer seiner jüngsten Raubzüge wurde dem Täter zum Verhängnis. „Im Zuge einer sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung nach zwei der Polizei gemeldeten Einbrüchen wurde ein Verdächtiger ermittelt und vernommen. Er gestand wenig später die Einbrüche“, sagte Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam. Es handelt sich um einen 18-jährigen Jugendlichen aus Pasewalk.

„Der Mann gestand, seit dem Frühjahr 2013 in Pasewalk in mindestens in 24 Fällen in Keller, Imbisse und Friseurläden eingebrochen zu haben. Zumeist war er auf der Suche nach Bargeld, aber auch andere verwertbare Sachen wie Werkzeuge oder Computer ließ er mitgehen, um alles zu Geld zu machen. Auch Fahrräder hat er gestohlen“, sagte Falkenberg.

Auf das Konto des Pasewalkers geht nach den Ermittlungen der Polizei auch ein Diebstahl, der Mitte September für Schlagzeilen sorgte: Der Mann schleppte aus der St. Marien-Kirche eine rund 50 Kilogramm schwere Spendentruhe fort, brach sie auf und entsorgte das Stück dann später in der Uecker unweit des Wasserwanderrastplatzes. Dort wurde sie wenig später gesichtet und geborgen. „Nach Aussage des Täters fand er in der Truhe lediglich 15 Euro“, so Falkenberg weiter.

Zu dem Motiv für die vielen Raubzüge befragt, gestand der Pasewalker ein, regelmäßig Cannabis konsumiert zu haben und süchtig zu sein.