Schaf-Quälerei:

Tierschützer wollen Täter fassen

Nach dem Fund von 23 toten Schafen bei Wilsickow hat die Tierrechtsorganisation Peta eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Sie hofft so die Ermittlungen voranzutreiben.

Ein grausiger Fund: Unbekannte haben 23 Schafe getötet und an einem Feldweg zwischen Wilsickow und Neuhof entsorgt.
Rainer Marten Ein grausiger Fund: Unbekannte haben 23 Schafe getötet und an einem Feldweg zwischen Wilsickow und Neuhof entsorgt.

„Der Schafhalter, der die Tiere mutmaßlich verhungern und verdursten ließ, muss ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen werden.“ Das sagte Judith Pein im Namen von Peta, der in Stuttgart ansässigen Tierrechtsorganisation. Der Verein reagierte damit auf die bundesweiten Schlagzeilen, die der Fund von 23 Schafen bei Wilsickow machte.

„Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden", so Judith Pein. Dieselben Gesetze griffen auch für die nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung von Tieren sowie die bewusste Unterlassung notwendiger Hilfeleistung.

Tierquälerei ist der erste Schritt zum extremen Gewalttäter

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Um die Suche nach dem Tierquäler von Wilsickow zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters führen.

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