Überfall:

Trickdiebin plündert auch noch das Konto der Seniorin

Die Trickdiebin, die eine 85-jährige Pasewalkerin mit K.o.-Tropfen betäubt und dann ausgeraubt hat, machte sich nicht nur mit dem Geld aus der Wohnung aus dem Staub.

23 Wohnungen befinden sich im Haus des selbstbestimmten Wohnens in der Prenzlauer Straße. Hier wohnt auch die 85-Jährige, die mit K.o.-Tropfen betäubt und ausgeraubt wurde.
Rainer Marten 23 Wohnungen befinden sich im Haus des selbstbestimmten Wohnens in der Prenzlauer Straße. Hier wohnt auch die 85-Jährige, die mit K.o.-Tropfen betäubt und ausgeraubt wurde.

Alle waren da: der Schwiegersohn, die Enkel und die Urenkel, eine Freundin, eine gute Bekannte. Inge K., in ihrer 40 Quadratmeter großen Wohnung sitzend, wiederholt nach ihrer Entlassung aus der Klinik immer wieder: „Ja, mir geht es gut. Ich habe alles überstanden“ Die 85-Jährige, die am Montag mit K.o.-Tropfen in der eigenen Wohnung betäubt und dann ausgeraubt wurde, ist sehr gefasst. Und sie ärgert sich: „Ich lasse keine Fremden in die Wohnung. Aber die Frau war so dreist!“ Inge K. wohnt mitten in Pasewalk. Prenzlauer Straße. Es ist ein Seniorenhaus, eine Einrichtung des selbstbestimmten Wohnens mit 23 Wohnungen.

Die Seniorin dachte sich nicht viel dabei, als es direkt an der Wohnungstür klingelte. Draußen stand die kleine dreiste Frau mit dem angeblichen Nachthemd-Geschenk. Und mit der Dreistigkeit zu sagen, ja, einen Kaffee könnte sie jetzt auch gebrauchen. „Ich habe dann den Cappuccino extra zubereitet. Die K.o.-Tropfen muss sie dort hinein getan haben, als ich mit dem Rücken zu ihr stand.“ Weil selbst der Cappuccino der Dame zu viel war, habe sie, schwupp, Kaffee in die Tasse der Seniorin gegossen. Was dann passierte? Filmriss...

Es passierte viel: Die Diebin nahm nicht nur die 115 Euro mit, sondern sie durchsuchte sehr akribisch die Zimmer. Sie fand die Kreditkarte der Dame und suchte weiter – nach der Pin. „Ich habe sie in einer Kassette aufbewahrt, die immer abgeschlossen ist“, erzählt die Seniorin. Der Schlüssel liegt in einem anderen Raum – und wurde gefunden. Mit Karte und Pin machte sich die Kriminelle sofort auf nach Prenzlau. Gegen 12.30 Uhr hob sie dort 1000 Euro ab. Weil es nicht die Hausbank der Seniorin ist, fehlen sogar 1005 Euro wegen der Bankengebühr. Die Polizei ermittelt.

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