Rollstuhlfahrer sauer:

Und täglich grüßt die Holperpiste

Holprige Straßen haben wir in Vorpommern ja reichlich. Doch auch mancher Gehweg gleicht einer Kraterlandschaft. Besonders gemein ist das dort, wo täglich dutzende Rollstuhl- und Rollator-Fahrer entlangmüssen.

Nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer ist dieser Geh- und Radweg eine Gefahrenquelle.  
Angela Stegemann Nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer ist dieser Geh- und Radweg eine Gefahrenquelle.  

Dieter Manteuffel hat immer ein freundliches Wort auf den Lippen. Auch wenn er im Rollstuhl sitzt – der Bewohner des Pasewalker Cura-Seniorenheimes versucht, aus seiner Situation das Beste zu machen. Er fährt, so oft es geht, in die Stadt: Einen Kaffee trinken, mit anderen schwatzen...

Aber in der Ahornstraße graben sich die Sorgenfalten in sein Gesicht. „Der Gehweg ist in so einem miesen Zustand, dass man dort höllisch aufpassen muss“, erzählt er. Die alten Platten aus DDR-Zeiten sind kaputt. Zwischen ihnen klaffen Rillen, die ganze Wegstrecke gleich eher einer Kraterlandschaft als einem Bürgersteig. Die Zugänge zur Gartenanlage an der Straße sind wohl auch vom vielen Salz im Winter kaputt. Die Wurzeln großer Bäume drückten den Gehweg stellenweise nach oben. „Da muss man ständig nach unten gucken, damit man heil durchkommt“, sagt Manteuffel.

Rollatorfahrer haben das gleiche Problem.

Und das Rathaus? Dort haben die Zuständigen die Ohren nicht verschlossen, wenn es um dieses Thema geht. Sagt zumindest Bauamtsleiterin Monika Hänsel. Jahraus, jahrein habe man immer wieder versucht, den Gehweg zu flicken. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem das nicht mehr geht. „Ausbessern geht nicht mehr“, sagt die Fachfrau. Deshalb ist die Sanierung des Gehweges für das nächste Jahr vorgesehen und im Haushaltsplan eingearbeitet. Was aber noch nicht heißt, das auch gebaut wird. Denn die Stadtkasse ist klamm.