Kriminalität:

Video zeigt Einbrecher, Festnahme bleibt aus

Trotz einer Videoaufzeichnung setzt die Polizei einen mutmaßlichen Einbrecher nicht fest. Das löst bei den Geschädigten Fragen aus. Warum handelt die Kriminalpolizei nicht?

In fünf Jahren fünf Einbrüche oder Einbruchsversuche – für den Inhaber von „Aladins Grillhaus“ im Pasewalker Bürohaus am Markt, Aladin Bakir, war das zu viel. Er ließ eine Videoüberwachung installieren und hielt so den letzten Einbruchversuch fest. Die Aufzeichnungen erhielt auch die Kriminalpolizei. Danach allerdings passierte nicht viel.
Rainer Marten In fünf Jahren fünf Einbrüche oder Einbruchsversuche – für den Inhaber von „Aladins Grillhaus“ im Pasewalker Bürohaus am Markt, Aladin Bakir, war das zu viel. Er ließ eine Videoüberwachung installieren und hielt so den letzten Einbruchversuch fest. Die Aufzeichnungen erhielt auch die Kriminalpolizei. Danach allerdings passierte nicht viel.

Geschäftsinhaber Aladin Bakir, Inhaber von Aladins Grillhaus am Pasewalker Markt, hat die Nase voll. Mindestens einmal im Jahr versuchen Diebe, seinen Laden zu knacken. Gelegentlich gelang das den Tätern, und der Firmenchef büßte seinen Laptop, den Fernseher und die Kasse mit dem Wechselgeld ein. Darum hat er eine Videokamera mit Funkübertragung zu seinem iPhone installieren lassen. Diese Investition zahlt sich jetzt aus: Vor dem Wochenende versuchte ein junger Mann, nachts den Laden zu knacken. Offenbar mit einem Brecheisen ausgestattet, machte sich der Täter an der Tür zu schaffen. Die Kamera zeichnete 1,59 Minuten lang auf, was vor der Tür passierte: Wie der Mann die Stange ansetzt, wie er in den Laden schaut, wie er an der Tür hin und her geht. Bisweilen ist sein Gesicht zu erkennen. In den Laden einzubrechen, gelingt dem Mann nicht. Das allerdings hat er entweder vor oder nach dem Einbruchversuch in „Aladins Grillhaus“ in das benachbarte Reisebüro geschafft. Dort hat der Einbrecher die Räume durchsucht und eine Videokamera, eine Handytasche, Kleingeld und weitere Gegenstände entwendet.

Die Videoaufzeichnungen hat Aladin Bekir am Morgen nach der Tat der Polizei zur Verfügung gestellt. Mehr noch: Er und seine Kollegen sind sich ziemlich sicher, den  Einbrecher namentlich zu kennen. Auch das teilten sie der Polizei mit. Eigentlich müsste die Polizei nur zugreifen. Aber genau das ist nicht passiert. Das Raubgut, die möglichen Beweise, so vermuten sie, sind damit futsch.

Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeiinspektion Pasewalk, begründete auf Nachfrage, warum es diesen sofortigen Zugriff nicht gegeben hat: Bei der Auswertung der Aufzeichnung hätten die Befragten unabhängig voneinander zwei Personen eindeutig erkannt. „Uns liegen also zwei Namen vor. Eine Person ist polizeilich bekannt, die zweite nicht. Für uns bedeutet das, dass wir die Identität der Person auf dem Video zweifelsfrei ermitteln müssen, bevor die Polizei handelt.“ Beide Ermittlungsansätze würden derzeit intensiv verfolgt.

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