Polizei-Kontrollen:

Vorpommern rasen in die Blitzer-Fallen

Dabei hatte es die Polizei doch groß angekündigt: Doch die massiven Kontrollen auf den Straßen des Landkreises überraschten in dieser Woche jede Menge Raser.

Den Monat über wollen die Polizisten auf Vorpommerns Straßen besonders aufs Tempo achten. Das bekamen mehr als 200 Autofahrer am Dienstag zu spüren.
Paul Zinken/NK-Archiv Den Monat über wollen die Polizisten auf Vorpommerns Straßen besonders aufs Tempo achten. Das bekamen mehr als 200 Autofahrer am Dienstag zu spüren.

Ärgernis für viele Autofahrer, Erfolg für die Beamten der Polizeiinspektion Anklam. Mit einer Schwerpunktkontrolle am Dienstag sollte es Rasern in der Region ans Gewissen gehen. Mehrfach war die Aktion angekündigt worden, viele konnten sich trotzdem nicht bremsen.

Insgesamt 228 Verstöße gegen die Tempolimits stellten die Beamten im Landkreis Vorpommern-Greifswald fest. Rund zwei Drittel davon spielten sich - laut Angaben der Polizei - innerhalb geschlossener Ortschaften ab. Laut Polizeisprecherin Carolin Radloff soll es im April nicht bei der einen Großaktion bleiben. Die verstärkten Kontrollen würden in den kommenden Wochen fortgesetzt.

Kommentare (2)

Die Wortwahl wirft ein bezeichnendes Licht auf den Verfasser des Artikels, Carsten Schönebeck. "Falle" suggeriert dem Leser, es sei in hinterhältiger und gemeiner Weise eine Kontrollstelle eingerichtet worden, um unschuldigen harmlosen motorisierten Verkehrsteilnehmern einen Schaden zuzufügen. Natürlich sind Kontrollstellen nicht an allen Aufstellorten mit hohen Unfallzahlen begründbar. Aber letztendlich haben wir eine StVO, und jeder Verkehrsteilnehmer hat die mal gelehrt bekommen. Darin sind die höchstzulässigen Geschwindigkeiten aufgeführt. Hielten sich die unschuldigen harmlosen motorisierten Verkehrsteilnehmer an diese Vorschriften, wäre doch alles bestens. Wozu dann diese Aufregung ? Aber sehen Sie sich doch die Realität an: Ich kann Ihnen Ortschaften nennen, in denen grundsätzlich zu schnell gefahren wird (Gegensee), erstens weil es eine lang gestreckte Straße mit vielen geradeaus verlaufenden Abschnitten gibt, und zweitens, weil dort seit Jahren keine Kontrollen durchgeführt worden sind. Die Verwarn- bzw. Bußgelder sind viel zu niedrig. Mit welchem Recht nehmen sich die Raser die Frechheit heraus, durch die gefahrene Geschwindigkeit Menschen und Tiere gefährden zu dürfen und die Lebensqualität der Anlieger (Ruhe vor unnötigem Verkehrslärm) zu schmälern ? Seltsamer Weise läßt sich das beobachtete Rasen mit Fahrzeugmarken verbinden.....und es sind Häufungen bestimmter Fahrzeugmarken und Hubraumklassen nachweisbar. Ja, so ein geländegängiger SUV macht natürlich Sinn in unserem Hochgebirgs-Flachland. Da die Polizei Überstunden vor sich her schiebt, ist natürlich nicht damit zu rechnen, daß der Kontrolldruck erhöht wird, und zwischen 5.30 Uhr bis 9 Uhr oder zwischen 16 Uhr und 21 Uhr sehen Sie sowieso keinen Uniformierten auf der Straße rumlaufen, geschweige denn, daß er eine Kontrollstelle betreiben würde. Und dann wird diese noch taktisch so klug aufgebaut, daß sie von Weitem gut zu erkennen ist. Im Straßenverkehr geschehen täglich so viele Verstöße, daß sich die meisten Verkehrsteilnehmer schon daran gewöhnt haben, sich vorsätzlich verkehrswidrig verhalten zu dürfen, weil sie genau wissen, nicht erwischt zu werden. Eine Null-Fehler-Toleranz ist die einzige Methode, um der zunehmenden Verrohung der Sitten auf unseren Straßen entgegen wirken zu können. Preisfrage: Wann haben Sie denn einen den Straßenverkehr überwachenden Polizisten zuletzt gesehen?

Ich bin beruflich viel unterwegs und bin prinzipiell ganz Ihrer Meinung, dass viele in Deutschland Lebende auf deutschen Straßen ein Benehmen an den Tag legen, welches ihnen im Ausland wegen höherer Strafen und vielleicht auch höheren Kontrolldrucks im Traum nicht einfallen würde. Aber wenn Sie im Grunde behaupten, Verkehrsüberwachung fände überhaupt nicht statt, dann stimmt das einfach nicht. Also um Ihre Frage zu beantworten: Gestern früh erst in Neustrelitz bei einer Geschwindigkeitsüberwachung in einer als inoffizielle Umleitung genutzten Wohnstraße.