Keller geflutet:

Warum ist dieses Haus nur so verhasst?

Was ist denn da los? Ein Unbekannter dringt in ein Einfamilienhaus ein, dreht im Keller einen Wasserhahn auf und überflutet das halbe Haus. Und das ist nicht der erste fiese Anschlag.

Das Haus in Jatznick ist sehr ruhig gelegen. Jedoch passieren hier seit einiger Zeit merkwürdige Dinge: Erst eine Farb, jetzt eine Wasserattacke.
Rita Nitsch Das Haus in Jatznick ist sehr ruhig gelegen. Jedoch passieren hier seit einiger Zeit merkwürdige Dinge: Erst eine Farb-, jetzt eine Wasserattacke.

Norbert Boeckmann (52) aus Wesseling bei Köln hat den Notarvertrag für das einfamilienhaus in Jatznick bereits unterschrieben. Es soll der Altersruhesitz für die Familie werden. Doch jetzt gibt es haarsträubenden Vorfälle. Erst vor kurzem eine Farbattacke auf das Haus. Mit schwarzer Farbe wurden die Fenster und Wände beschmiert.

Gerade sind die Spuren beseitigt, passierte am Wochenende das nächste Unglück: Einer oder mehrere unbekannte Täter zerschlugen ein Kellerfenster. Dort öffneten sie den Wasserhahn. Stunde um Stunde floss das Nass in Strömen. Als der alte Hausbesitzer am Wochenende einmal nach dem Rechten schauen wollte, war das Entsetzen groß. Da konnte nur noch die Feuerwehr helfen. Diese rückte mit sechs Kameraden aus und hatte alle Hände voll zu tun, um der Wassermassen Herr zu werden. Jetzt ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung.

Eigentlich freut sich das Paar auf den "Alterssitz"

Doch wer ist der Verursacher? Bisher ist es ein Rätsel. Norbert Boeckmann würde am liebsten wieder aus dem Notarvertrag aussteigen - doch irgendwie haben er und seine Frau sich so auf dieses Häuschen gefreut; sogar schon einige Möbel gekauft. Denn schließlich stammen sie aus der Region, sie lebten in Pasewalk und in Eberswalde. Erst nach der Wende zogen sie in die alten Bundesländer. Im Ruhestand wollen sie in ihre alte Heimat zurück. Und jetzt diese Farb- und Wasserattacken.