Antrag abgelehnt:

Warum will ihn die Feuerwehr nicht?

Ein junger Mann will unbedingt zur Feuerwehr. Doch die Kameraden lehnen seinen Aufnahmeantrag ab. Kann sich das eine Feuerwehr in Zeiten akuten Nachwuchsmangels überhaupt erlauben?

Mit Wehmut blickt dieser junge Löcknitzer hinüber zur Feuerwehr. Gern würde er sich dort engagieren, doch sein Aufnahmeantrag wurde abgelehnt. Nun traut er sich nicht mehr, sein Gesicht zu zeigen.
S. Kühl Mit Wehmut blickt dieser junge Löcknitzer hinüber zur Feuerwehr. Gern würde er sich dort engagieren, doch sein Aufnahmeantrag wurde abgelehnt. Nun traut er sich nicht mehr, sein Gesicht zu zeigen.

"Mit einer Ablehnung hätte ich nie gerechnet", sagt der junge Mann kopfschüttelnd. Seinen Namen möchte er zwar nicht in der Zeitung lesen, wohl aber etwas über seine Sorgen. Vor zwei Jahren ist der 30-Jährige aus einem brandenburgischen Dorf nach Löcknitz gezogen. "Inzwischen habe ich mich eingelebt, fühle mich hier sehr wohl und will mich ehrenamtlich engagieren." Er habe darum per Internet Kontakt mit der Löcknitzer Feuerwehr aufgenommen und um Aufnahme gebeten. Daraufhin erhielt er den Hinweis, dass er einen Aufnahmeantrag stellen könne. "Das habe ich dann gemacht und zwei Wochen später erhielt ich dann einen Brief, in dem einfach nur kurz und knapp stand, dass dem Antrag nicht entsprochen wurde", erzählt der Neu-Löcknitzer traurig. "Nun frage ich mich, woran es gelegen hat."

Bei der Löcknitzer Feuerwehr ist der Fall des jungen Mannes gut bekannt. "Wir machen uns die Entscheidung nicht leicht und prüfen jeden Antrag gründlich und sehr gewissenhaft", so Gemeindewehrführer Enrico Harms. Im Fall des abgelehnten Antrags hat der Vorstand der Feuerwehr gemeinsam entschieden. "Wir haben uns den Antrag genau angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass dieser Antragssteller nicht in den Feuerwehrdienst passt." Genauer ins Detail gehen wolle er nicht, da es sich bei der Bewertung von Aufnahmeanträgen um interne Vorgänge handele, die auch Persönlichkeitsrechte betreffen. Die Kriterien, nach denen Bewerber bei der Feuerwehr ausgewählt werden, sind sehr umfangreich. Das beginnt mit harten Fakten, wie dem polizeilichen Führungszeugnis, betrifft aber auch die ganz individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten des jeweiligen Bewerbers. "Die Entscheidung, wer schließlich aufgenommen wird und wer nicht, hat viel mit Fingerspitzengefühl zu tun", erklärt Harms.

Letztlich könne man in die Bewerber nicht hineinsehen und mit Ablehnungen oder Aufnahmen auch mal falsch liegen. Als Beispiel nennt Harms die beiden Jugendlichen, die im September als mutmaßliche Luftgewehr-Heckenschützen Torgelow unsicher machten. Sie sollen Mitglieder der dortigen Feuerwehr gewesen sein. "Ich habe mich jedenfalls in den Bewerbungsverfahren und im Kontakt mit Bewerbern immer korrekt verhalten", stellt Harms fest. Auch wenn der eine oder andere Bewerber leider abgelehnt werden müsse, freue sich die Löcknitzer Feuerwehr selbstverständlich immer, wenn es Interessierte gebe, die mitmachen wollen. Es könne aber nun einmal nicht jeder genommen werden, so Harms. An dem Tag, an dem über den Antrag des 30-jährigen Neu-Löcknitzers entschieden wurde, lagen noch weitere Anträge auf dem Tisch. Angenommen wurden jedoch nur die Bewerber, bei denen sich der Vorstand bezüglich der Eignung in jeder Hinsicht sicher war.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (2)

https://www.wuala.com/.../Dokumente/Schlussstrich.pdf/... Da die Zeitung den langen Text nicht veröffentlichen kann, hier die Datei dazu. Das ist mein letztes Statement zu dieser Sache. Ich ziehe jetzt einen Schlussstrich.

https://www.wuala.com/silencer1983/Dokumente/Schlussstrich.pdf?key=Zjrx6yy2hNEi Da die Zeitung den langen Text nicht veröffentlichen kann, hier die Datei dazu. Das ist mein letztes Statement zu dieser Sache. Ich ziehe jetzt einen Schlussstrich.