Pachten, Gebühren, Steuern:

Warum wird in Pasewalk alles teurer, Frau Bürgermeisterin?

Garagenpachten, Sportstättengebühren, Hundesteuern. Seit Monaten haben die Pasewalker das Gefühl, dass es ihnen nur ans Portemonnaie geht. Wir haben die Bürgermeisterin gefragt, warum die Pasewalker tiefer in die Tasche greifen müssen.

Die Kasse im Rathaus ist leer. Da muss erst mal Geld herein geholt werden, dass der Stadt fehlt. Das wurde seit Jahren versäumt, so die Bürgermeisterin.
Archiv/Montage: D. Focke Die Kasse im Rathaus ist leer. Da muss erst mal Geld herein geholt werden, dass der Stadt fehlt. Das wurde seit Jahren versäumt, so die Bürgermeisterin.

Pasewalks Stadtvertreter und Bürgermeisterin Sandra Nachtweih mussten in den zurückliegenden Monaten Proteste und Häme verkraften. Jetzt wird über höhere Hundesteuern diskutiert. Solche Lesermeinungen lassen sie nicht kalt, sagt Bürgermeisterin Sandra Nachtweih. Aber die Stadt habe jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt. "Allein für den Abriss der Gropa-Ruinen musste die Stadt 800.000 Euro beisteuern.", sagt sie. Die Sanierung des Hauses Am Markt 12 und den Neubau der Kita hätte sie sich schon gar nicht mehr leisten dürfen. Allein in einem Jahr wurde ein Minus von 1,5 Millionen Euro eingefahren.

Pachten und Gebühren der aktuellen Situation anzupassen, das sei über Jahre versäumt worden. "Wenn wir unsere Hausaufgaben nicht machen, dann brauchen wir kein Geld mehr von Schwerin zu fordern", sagt Sandra Nachtweih. Tot machen will die Bürgermeisterin das Leben in der Stadt nicht. Vereine, Brauchtumspflege, Kultur – das gehöre ganz einfach dazu. Aber das sei der so genannte freiwillige Bereich. Bei einem Haushaltsvolumen von 12 Millionen Euro in diesem Jahr beträgt der Anteil immerhin noch 1,5 Prozent. Bibliothek, Museum, Historisches U und Lindenbad sollen nach dem jetzigen Stand erhalten bleiben.

Investitionen gestrichen

Post kam von der Unteren Rechtsaufsichtsbehörde, der Kämmerei des Landkreises. Diese genehmigte den Haushalt unter der Voraussetzung, dass der Finanzhaushalt um 160.000 Euro zu schrumpfen ist. Die Bürgermeisterin habe eine hauswirtschaftliche Sperre zu verfügen. Gestrichen werden an Investitionen der Ersatzneubau für den Sozialtrakt des Pasewalker Fußballvereines, der Bewegungspark an der Uecker und der geplante Kauf des Lokschuppens.

"Wir gucken uns jetzt alle Miet- und Pachtverträge an, wollen Gebäude, die wir nicht mehr brauchen, verkaufen, wir reduzieren die Personalkosten, sparen Energie- und Reinigungskosten", zählt die Bürgermeisterin nur einige Beispiele auf. Aber alles soll sozial verträglich passieren, versichert sie.

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Kommentare (4)

schläft scheinbar seit Jahren und ist zu inkompetent um die Stadt wirtschaftlich zu führen und nun nach Jahren des Dornröschenschlafs werden auf einmal alle Steuern und Abgaben verdreifacht? Das ist eine Frechheit sondergleichen! Wie aus dem Artikel ja zweifelsfrei hervorgeht, sind diese Versäumnisse ja auf Grund der beruflichen Unfähigkeit der Frau Nachtweih entstanden, somit hat diese auch persönlich dafür zu haften, notfalls mit Lohnkürzung! Diese Frau gehört mit sofortiger Wirkung aus dem Amt entfernt!

... ist seit Mai 2014 im Amt. Guckst Du hier: http://www.nordkurier.de/pasewalk/der-erste-tag-im-chefsessel-fuer-sandra-nachtweih-167001505.html

Was hat das mit ihrem Versagen zu tun? Das zeigt ja nur, dass sie nun schon 2 Jahre geschlafen hat oder überfordert war! Noch 2 Jahre unter dieser Regentschaft und Pasewalk wird künftig nicht von einer Bürgermeisterin, sondern von einem Insolvenzverwalter geleitet.

Wieviel Kommunen haben Sie als Bürgermeister innerhalb zwei Jahren schuldenfrei gemacht, dass Sie solch weise Worte von sich geben?