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Was passiert im Sommer mit der Pasewalker Eisbahn?

Ein bisschen Pech hatten die Mädchen ja: Da organisierten sie sich eine Eisbahn, aber es gab keinen Frost. Wie geht es nun weiter?

Wie geht es weiter? Olaf Teichmann trifft sich für Absprachen an der Eisbahn mit Britta Seegebrecht, Charlott Strohschein, Jenny Klose und Lea Reinke.
Angela Stegemann Wie geht es weiter? Olaf Teichmann trifft sich für Absprachen an der Eisbahn mit Britta Seegebrecht, Charlott Strohschein, Jenny Klose und Lea Reinke.

Die Gymnasiastin Britta Seegebrecht hat die Hoffnung noch nicht ganz verloren. „Es ist immer noch Winter“, sagt sie. Aber dass solche Frostgrade hereinbrechen, dass Wasser tagelang zu einer Eisfläche gefriert, das ist dann doch eher unwahrscheinlich. Hinzu kommt, dass die Fläche das Wasser auch gar nicht halten würde, meint Olaf Teichmann. Der Chef des Pasewalker Judosportvereines unterstützt den Pasewalker Kinder- und Jugendbeirat bei seinem Projekt, eine Eislaufbahn für die Stadt zu organisieren.

Der Vereinsvorsitzende verweist darauf,  dass es um den Jahreswechsel eine Attacke auf die Eisbahn gab. Unbekannte liefen auf der bloßen Folie Schlittschuh und zerrissen diese dadurch. Der Schaden: rund 600 Euro. Die Pasewalker versuchten, die Risse zuzukleben. „Aber als dann Wasser reingelassen wurde, haben wir gemerkt, dass es nicht drin blieb. Viele klitzekleine Risse wurden übersehen“, erzählt Teichmann.

Wird die Fläche betoniert?

Trotz dieses Rückschlages und fehlender Minusgrade wollen die Mädchen und ihre Projekt-Partner nicht aufgeben. Der nächste Winter kommt bestimmt. Da es bereits viele Anfragen gab, stellen sie klar: Die Fläche bleibt! Die Eisbahn-Truppe überlegt, wie man die Bahn auch in der warmen Jahreszeit nutzen kann. Der Bauunternehmer Manfred Bredlow regte an, neue Folie zu verlegen und diese dann mit Schotter auszufüllen, erzählt Olaf Teichmann. Darauf könne niemand ohne Eis Schlittschuh laufen. Außerdem bleibt das Wasser besser stehen, bevor es friert. Auch ein Abfluss für das Wasser muss gebaut, die Fläche angehoben werden, so der Chef der Judosportvereines.

Nach dem derzeitigen Stand müsste stellenweise das Wasser für die Eisfläche zwischen 30 und 40 Zentimeter hoch eingelassen werden. „10 bis 15 Zentimeter reichen auch. Das friert schneller durch“, sagt Olaf Teichmann. Den Mädchen gefällt die Variante besser, die Eislauffläche zu betonieren. Denn dann könnte diese auch im Sommer genutzt werden. Möglich wäre beispielsweise eine Skater-fläche. Auch ein Volleyballfeld könnten die Mädchen sich vorstellen. Über all das muss jetzt nachgedacht werden. Die nächste Aufgabe steht bereits fest. Die Holzumrandung muss gestrichen werden. Farbe ist bereits da. Ein genauer Termin ist noch festzulegen.

Viele offene Fragen

Wichtig ist, dass jetzt keine ungebetenen Gäste mehr auf das Gelände kommen. Die OAS-Mitarbeiter bauten den Zaun fertig. Falls die Fläche auch im Sommer genutzt wird: Wie ist das mit den Öffnungszeiten? Muss jemand vor Ort sein? Alles Fragen, die zu klären sind. Bisher unterstützten Privatpersonen und Unternehmen das Projekt mit insgesamt 6000 Euro, erzählt Olaf Teichmann. 3000 Euro spendierte allein der Bauunternehmer Guido Nentwich, auch der toom-Baumarkt half. Um das Vorhaben zu verwirklichen, wird weitere Hilfe gebraucht.