Ehrenamt:

Wer möchte Hospizhelfer werden?

Um unheilbar kranken Menschen beistehen zu können, beginnt der Hospizdienst Uecker-Randow, weitere Hospizhelfer auszubilden. Gesucht werden Leute, die sich für das Ehrenamt stark genug fühlen.

Hospizhelfer - ein sehr anspruchsvolles Ehrenamt. Man darf keine Berührungsängste haben und muss mit Trauer, Tod, Sterben und Schmerzen umgehen können.
Sebastian Kahnert Hospizhelfer - ein sehr anspruchsvolles Ehrenamt. Man darf keine Berührungsängste haben und muss mit Trauer, Tod, Sterben und Schmerzen umgehen können.

21 ausgebildete Hospizhelfer sind im Hospizverein Uecker-Randow tätig. Das hört sich erst einmal viel an, doch der Bedarf ist groß, sagt Kathrin Matern, eine der beiden Koordinatorinnen. Denn die Hospizhelfer betreuen in ihrer freien Zeit sterbenskranke Menschen. Sie pflegen diese nicht, sondern helfen ihnen in Gesprächen, mit der schweren Lebenssituation fertig zu werden. „Wobei unser Ehrenamt ohne Zusammenarbeit mit den Pflegediensten und den Familien undenkbar ist“, sagt die Koordinatorin. Das Problem sind die weiten Strecken, die in der Flächenregion zu den Betreuten zurückzulegen sind. Denn diese  werden regelmäßig zuhause in der vertrauten Umgebung oder auf Wunsch auch im Krankenhaus besucht. Außerdem gehen die meisten Hospizhelfer einem Beruf nach. Deshalb hat sich der Hospizdienst Uecker-Randow entschlossen, neue Hospizhelfer in Pasewalk auszubilden. Zwei fahren derzeit zur Schulung nach Greifswald. Doch das ist manchmal recht umständlich.

Leicht ist das Ehrenamt als Hospizhelfer nicht, weiß Kathrin Matern aus eigener Erfahrung. „Man darf keine Berührungsängste haben und muss mit Trauer, Tod, Sterben und Schmerzen umgehen können“, sagt sie. Auch ein bisschen Lebenserfahrung ist gut. Ob jemand für das Ehrenamt geeignet ist, wird im persönlichen Gespräch getestet. Die theoretische Ausbildung zum Hospizhelfer umfasst 80 Stunden. Wann diese stattfindet, entscheidet sich, wenn feststeht, wer mitmachen möchte. Möglich wäre auch eine Schulung am Wochenende. Die Dozenten, die über den Verein bezahlt werden, kommen aus Gnoien. Für die Hospizhelfer selbst ist die Ausbildung kostenlos. Auch wenn sie den Lehrgang nachher hinter sich haben und bereits Menschen betreuen, steht das Thema Weiterbildung ständig auf dem Programm. Die Hospizhelfer tauschen sich regelmäßig untereinander aus. Nicht alle der 52 Vereinsmitglieder sind auch Hospizhelfer.

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