Die Polizei ermittelt fieberhaft:

Wer war der Spielplatz-Schütze?

Der Spielplatz in der Pasewalker Oststadt ist meist noch immer ziemlich leer. Die Anwohner warten, dass der Täter, der auf Kinder schoss, endlich gefasst wird.

Auf diesem Spielplatz in der Pasewalker Herderstraße geschah das Unfassbare: Ein unbekannte Schütze feuerte Schüsse auf spielende Kinder.
Angela Stegemann Auf diesem Spielplatz in der Pasewalker Herderstraße geschah das Unfassbare: Ein unbekannte Schütze feuerte Schüsse auf spielende Kinder.

Am Spielplatzrand in der Pasewalker Herderstraße steht eine Mutter. Ihr etwa fünfjähriger Sohn klettert auf dem Spielgerät umher. Doch viel Zeit dazu hat er nicht. „Komm, wir wollen noch einkaufen“, ruft die Frau ungeduldig. Der Steppke schmollt. Am liebsten würde er noch spielen. „Aber seit auf die Kinder geschossen wurde, lasse ich meinen Sohn hier nicht mehr alleine spielen“, sagt die Frau. Das Ganze sei zwar fast schon vier Wochen her – und seitdem ist ihres Wissens nichts mehr passiert. Aber man weiß ja nie... Etliche Eltern seien vorsichtig geworden.

Was war geschehen?

Es war am 7. September. Als der Großteil der Pasewalker sich bei der Leistungsschau im Stadtzentrum vergnügte, hatte im Plattenbau offenbar jemand Langeweile oder Frust. Kinder, die auf dem Spielplatz umhertollten, wurden von mehreren Softairkugeln getroffen. Die Kinder erlitten Hautrötungen. Glücklicherweise traf keine der Kugeln ein Auge. Das hätte böse ausgehen können. Sieben weiße Kugeln stellte die Polizei nachher sicher.

Immernoch fehlen konkrete Hinweise

Doch die Suche nach den Zeugen gestaltete sich schwierig. Nur Wenige wollen etwas gesehen oder gehört haben. Wer schaut schon lange aus dem Fenster? Und wenn Leistungsschau ist, zieht es viele Pasewalker zum Volksfest. Nach mehreren Aufrufen zur Suche nach Zeugen im Nordkurier meldeten sich Wenige. Das scheint auch die Ursache dafür zu sein, dass die Polizei immer noch keinen Täter gefasst hat. „Es gab einige Zeugenaussagen. Denen sind wir nachgegangen. Es gibt auch Verdachtsmomente, aber noch nichts Konkretes. Es wird ermittelt“, meint Polizeikriminalkommissar Erik Günther aus Anklam.

Polizei bittet um Mithilfe der Anwohner

Deshalb sein Appell: Anwohner, die etwas beobachtet haben, sollten sich bei der Polizei melden. Da der Polizeisprecher um die Ängste von Anwohnern weiß, verweist er darauf, dass auch anonymen Zeugenaussagen nachgegangen wird. „Dann sollte man sich aber nicht unter der 110 melden, sondern im Kriminalkommissariat in Pasewalk“, sagt er. Tel: 03973 22 00

Zur Erinnerung: Die Tat ereignete sich am Sonntag, dem 7. September. Geschossen wurde zwischen 10.30 und 16.30 Uhr. Gegen 18 Uhr hat der Täter erneut zum Gewehr gegriffen.