Außergewöhnliche Messe:

Wie die Berufswahl richtig rocken kann

In der Pasewalker Oststadt-Turnhalle ist es laut. Denn zwei Musikbands spielen. Mittendrin wuseln Schüler herum und befragen sich gegenseitig. Andere erfahren, wie die Sicherheit und Versorgung beim Konzert gesichert wird. Was ist denn hier eigentlich los?

Zwei Bands – darunter La Pack aus Greifswald – spielten in der Arnold-Zweig-Turnhalle in Pasewalk bei „Rock on wheels“.
Fred Lucius Zwei Bands – darunter La Pack aus Greifswald – spielten in der Arnold-Zweig-Turnhalle in Pasewalk bei „Rock on wheels“.

Tessa hat schon ziemlich klare Vorstellungen. Bürokauffrau möchte die 16-Jährige einmal werden. Ob in einem Unternehmen oder einer Behörde – das ist Tessa derzeit noch ziemlich egal.

Für die Jungen und Mädchen der achten und neunten Klasse haben die Arbeitsagentur und die Greifswalder Musikfabrik ein besonderes und in der Region bislang einmaliges Projekt organisiert. „Rock on wheels“ (Rock auf Rädern) nennt es sich.

Dabei spielen zwei Bands in der Pasewalker Turnhalle und die Schüler machen sich mit Berufen vertraut, die mit den Musikkonzerten in verschiedener Art und Weise zu tun haben. Das sind Tontechniker für den guten Klang der Musik, Journalisten und Kameraleute, die über das Konzert berichten, oder Sicherheitskräfte und Köche, die für Ordnung und Essen sorgen.

Auch der Nordkurier war mit dabei

Über diese Berufe wird in mehreren Workshops informiert. Die Schüler können auch selber ausprobieren, wie es ist, als Reporter Mitschüler und Organisatoren zu befragen oder hinter der Kamera zu stehen. Neben dem NDR lud auch der Nordkurier zu einem Workshop ein. „Im Schnitt gibt es für die Schüler zehn Standardberufe. Aber sie sollen auch einmal über den Tellerrand sehen und erfahren, was es sonst noch so gibt. Mit so einem Konzert haben ja viele, vor allem auch kreative Berufe, zu tun“, sagt Berufsberater Steffen Will, der mit seiner Kollegin Alexandra Stabe am Stand der Arbeitsagentur über Ausbildungsmöglichkeiten informiert.

Gemeinsam mit der Musikfabrik sei man darauf gekommen, ein solches Projekt anzubieten. „Und wo geht das besser als im Vorfeld einer Berufsausbildungsmesse wie der in Pasewalk“, findet Pasewalks Bürgermeisterin Sandra Nachtweih.

Kommentare (3)

toll für diese klientel diese nicht produktiven bespaßungen zu offenbaren. zeigt doch mal richtige berufe wo die jugend zupacken kann,....... auch ja, die haben heute ja nur das s.g. hausfrauenabitur und sind erst ab 11 uhr auf den beinen ...

...was sollen denn andauernd solche spaßbefreiten Kommentare, Bavare51. Man braucht doch nicht jede Sprechblase entleeren, nur weil es in den Fingern juckt. Klasse Aktion von den Organisatoren, genau auf die Zielgruppe ausgerichtet. Bravo, mehr davon.

das leben ist nun mal kein spaß, würden sonst so viele die ausbildung abbrechen? statt sich den anforderungen zu stellen bevorzugen sie eben das spaßvolle leben, nur davon kann man auf die dauer nicht leben! alles nur beschönigungen einer trostlosen zeit.....