Sinkende Preise:

Wird Heizöl zum Schnäppchen?

Bei vielen Mineralölhändlern in der Region ist der Preis am Donnerstag und Freitag auf das bisherige Jahrestief gesunken. Einen Grund zum Ärgern für Kunden, die nicht gleich zugeschlagen haben, gibt es aber nicht, will man dem MV-Trendanzeiger glauben.

Heizöl ist zur Zeit preiswert zu haben. Das kann aber auch eine Momentaufnahme sein.
Patrick Pleul Heizöl ist zur Zeit preiswert zu haben. Das kann aber auch eine Momentaufnahme sein.

Die ganz Cleveren haben es am Donnerstag und Freitag irgendwie gespürt - oder den seit Wochen anhaltenden Trend im Internet verfolgt: Sie griffen zum Telefon und bestellten ihre Jahresmenge Heizöl. Denn Heizöl war an diesen Tagen so billig wie im ganzen Jahr noch nicht. Am Montag war alles wieder etwas teurer. Und heute? „Wenn ich den Trend der Preisentwicklung kennen würde, dann wäre ich Wahrsager geworden“, sagt Siegfried Glaser, Inhaber des Mineralölhandels Glaser in Prenzlau. „Der Preis ist derzeit aber so, dass ich nur sagen kann: Kauft Leute, kauft!“

Wer vor dem Wochenende 3000 Liter Heizöl in der Standardqualität erwarb, der konnte sich über einen Brutto-Literpreis von 72 oder 73 Cent freuen. „In diesem Jahr war nicht zu verstehen, woran sich die Preise orientierten“, deutet Glaser an, der immerhin  seit 1997 im Geschäft ist und viele Schwankungen miterlebt hat. Krisen zogen immer einen Preissprung nach oben nach sich. Mit den Kriegen in Nahost und im Öltransitland Ukraine gab es diese Krisen genügend. Der Preis aber schaukelte sich, mit Ausnahme des Monats Juni, nach unten; seit Ende September purzelt er regelrecht.

Ob sich die Situation nun wendet, können weder Siegfried Glaser in Prenzlau noch die für den Ölverkauf zuständigen Mitarbeiter im Mineralölhandel Thomas Nikolaus, Krackow, und im BMH Baustoff und Mineralölhandel Löcknitz sagen.

Helfen kann vielleicht ein Trendanzeiger im Internet, der täglich den Verkauf und die Preise abgleicht: Zehn von 16 Bundesländern signalisierten am Montag einen leicht steigenden Heizölpreis. In sechs Bundesländern, darunter MV, zeichnete sich ein unveränderter Trend ab.

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