Polizei-Chef vor dem Absprung:

Zum Abschied noch ein Mörder

Sein Abschiedsgeschenk erhielt Pasewalks Bundespolizeichef Tino Peisker schon im September: Da schnappten „seine“ Pasewalker Polizisten ganz zufällig einen flüchtigen Mörder.

Seit 2008 leitet Polizeirat Tino Peisker die Bundespolizeiinspektion Pasewalk. Im neuen Jahr wechselt er nach Neubrandenburg, er könnte aber später noch einmal zurückkehren nach Vorpommern.
R. Marten Seit 2008 leitet Polizeirat Tino Peisker die Bundespolizeiinspektion Pasewalk. Im neuen Jahr wechselt er nach Neubrandenburg, er könnte aber später noch einmal zurückkehren nach Vorpommern.

Das war wirklich ein unverhofftes Erlebnis, das die Pasewalker Bundespolizisten da im September hatten. Sie entdeckten auf der Autobahn 11 ein Fahrzeug, das international zu einer Fahndung ausgeschrieben war. Die Beamten reagierten prompt: Sie fuhren hinterher; zeitgleich prüften sie alles ab und erfuhren: Das ist das gesuchte Fluchtfahrzeug. Und in dem Auto sitzt ein mutmaßlicher Mörder aus der Schweiz! Die Beamten hielten das Auto kurz hinter der Grenze an. Bei seiner Festnahme im Örtchen Kolbaskowo leistete der 39-Jährige keinen Widerstand.

„Die Aktion fand bundesweit ein großes mediales Interesse, denn der Mann wurde eigentlich nur im Süden Deutschlands gesucht“, erzählt Tino Peisker. „Wenn ich auf meine über fünf Jahre hier in Pasewalk blicke, dann war das schon ein richtiger Höhepunkt“, so Peisker.

842 Haftbefehle vollstreckt

Ansonsten kann Peisker mit einigen Zahlen auftrumpfen: „Während meiner Amtszeit wurden unter anderem 842 Haftbefehle vollstreckt. Und der Gesamtwert der im Grenzraum sichergestellten Fahrzeuge beträgt rund 5,8 Millionen Euro.“ Rechnet man das gesicherte Diebesgut auf, dann komme man zusätzlich auf einen Wert von über 1,6 Millionen Euro innerhalb dieser fünf Jahre.

Die Nachfolge Peiskers in Pasewalk ist offen. Er selbst wechselt aus dem Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei in den Verantwortungsbereich der Landespolizei und bleibt in M-V. Ab Januar arbeitet er im Polizeipräsidium Neubrandenburg. Doch dann könnte er zurück nach Vorpommern kommen: Nach Nordkurier-Informationen ist Peisker im Gespräch für eine leitende Aufgabe in der Polizeiinspektion Anklam.

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