Android-Nutzer gefährdet:

Neuer Super-Virus für Smartphones

Vorsicht: Der Trojaner "Obad.a" kann richtig viel Schaden anrichten, wenn er sich erst einmal auf dem Handy eingenistet hat.

Neuer Virus für Android-Smartphones entdeckt
Andrea Warnecke

Eine böse Überraschung steht unter Umständen Nutzern von Smartphones mit dem Betriebssystem Android bevor. Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky hat einen Trojaner mit dem Namen "Obad.a" entdeckt, dessen Schadenspotential "einzigartig" ist.

Teure SMS und Malware-Weiterleitung

Der Android-Trojaner gilt als der derzeit komplexeste mobile Schädling. Er nutzt eine Reihe von bisher unveröffentlichten Schwachstellen. Damit erinnert "Obad.a" stark an ein Windows-basiertes schädliches Programm. Hat er sich einmal auf einem
Smartphone eingenistet, kann der Trojaner gleich mehrere Funktionen ausüben. Dazu gehören unter anderem der SMS-Versand an Premiumnummern, der Download und die Installation weiterer "Malware" sowie das Weiterleiten des Schädlings über die Bluetooth-Schnittstelle des Telefons.

Daten-Klau aus der Ferne möglich

Außerdem nimmt das versteckte Programm mit dem sogenannten "Command-and-Control-Server" (CundC) "androfox.com" Kontakt auf und kann auf diese Weise Geräteinformationen und Nutzerdaten stehlen sowie aus der Ferne Befehle entgegennehmen. An seine Kommandozentrale versendet der mobile Trojaner zum Beispiel die Hardware-Kennung des befallenen Handys, den Namen des Betreibers, die Telefonnummer, die Seriennummer, das Konto-Guthaben des Nutzers und die Ortszeit.

Nicht zuletzt verschickt "Obad.a" eine Information, ob Administratorenrechte erfolgreich erbeutet werden konnten. Über die erweiterten Administratorenrechte kann der Schädling den Bildschirm des infizierten Gerätes für bis zu zehn Sekunden blockieren. Das passiert, wenn das befallene Smartphone mit einem freien WLAN-Netzwerk verbunden oder Bluetooth aktiviert ist. Steht eine solche Verbindung zur Verfügung, kopiert der Trojaner sich selbst und weitere Schadprogramme auf andere Geräte, die sich in der Nähe befinden.

Nicht mehr löschbar

Um auf dem Handy an Administrationsrechte zu gelangen und nicht entdeckt zu werden, nutzt das Programm verschiedene Fehler im Android-Betriebssystem aus. Hat es dabei Erfolg, dann lässt sich "Obad.a" nicht mehr vom Smartphone löschen.

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