Pilotenstreik bei Lufthansa eskaliert:

1000 Flüge fallen am Mittwoch aus

Bei der Lufthansa wird mit immer härteren Bandagen gekämpft. Während die Piloten ihren Streik ausweiten, scheitert das Unternehmen zunächst mit dem Versuch, die Gewerkschaft mit juristischen Mitteln in die Knie zu zwingen.

Seit Dienstag befinden sich die Lufthansa-Piloten erneut im Streik. Die Flüge des Tochterunternehmens Germanwings sollen nicht betroffen sein.
Boris Roessler Seit Dienstag befinden sich die Lufthansa-Piloten erneut im Streik. Die Flüge des Tochterunternehmens Germanwings sollen nicht betroffen sein.

Die Lufthansa-Piloten weiten ihren Streik massiv aus: Zum Ende der Ferienzeit kommt der neue Ausstand wieder Tausenden Passagieren in die Quere. Wegen der auf die Kurz- und Mittelstrecke verlagerten Streiks sollen am Mittwoch 1000 der 1520 geplanten Lufthansa-Flüge ausfallen, wie das Unternehmen am Dienstag zu seinem Sonderflugplan mitteilte. Betroffen seien rund 140.000 gebuchte Kunden. Diese sollen über SMS und E-Mails informiert werden.

Unternehmen scheitert mit einstweiliger Verfügung

Der Dax-Konzern war zuvor mit dem Versuch gescheitert, die inzwischen 13. Streikrunde vor den Arbeitsgerichten Frankfurt und Köln zu stoppen. Einen entsprechenden Antrag auf Einstweilige Verfügung wiesen die Richter sowohl in Frankfurt als auch am Unternehmenssitz in Köln am Dienstagabend ab. Der Ausstand sei verhältnismäßig und verfolge keine streikfremden Ziele, hieß es zur Begründung. Lufthansa geht in Berufung, wie ein Sprecher betonte. Allerdings wird vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht in Frankfurt erst am Mittwochvormittag verhandelt.

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