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16 Prozent weniger Verkehrstote als 2011

Im Straßenverkehr sollen deutlich weniger Menschen ums Leben kommen als bisher. Das ist das Ziel eines im Jahr 2011 gestarteten Programms zur Verkehrssicherheit. Der zuständige Minister Dobrindt gibt sich zur Halbzeit optimistisch, andere sind skeptischer.

In Deutschland kamen im Vergleich zum Jahr 2011 weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Peter Steffen/Symbolbild In Deutschland kamen im Vergleich zum Jahr 2011 weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Bundesweit ist die Zahl der Verkehrstoten seit 2011 um 16 Prozent zurückgegangen. Das geht aus der Halbzeitbilanz des Bundesverkehrsministeriums über die Effekte des Verkehrssicherheitsprogramms 2011 hervor. Damit soll die Zahl der tödlich Verunglückten bis 2020 um 40 Prozent verringert werden. Ressortchef Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem Erfolg. "Die Mobilität in Deutschland nimmt zu und gleichzeitig sinkt die Zahl der Unfälle", teilte er mit. "Wir werden diesem positiven Trend der letzten Jahre weitere Dynamik verleihen."

2011 starben bei Unfällen 4009 Menschen, im vergangenen Jahr waren es 3377. Der Tiefststand war allerdings 2013 mit 3339 Toten erreicht - 2014 gingen die Zahlen also wieder leicht nach oben, und auch im ersten Halbjahr 2015 setzte sich der Anstieg fort. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) weist außerdem darauf hin, dass Deutschland im europäischen Vergleich auf den achten Platz zurückgefallen sei. Man habe "sich zwar verbessert, aber andere Länder haben größere Fortschritte erzielt."

Auch in MV und Brandenburg weniger Tote 2015

In Mecklenburg-Vorpommern gab es in der ersten Hälfte des Jahres weniger Verkehrtstote als im selben Zeitraum 2014. Insgesamt kamen 39 Menschen bei Unfällen ums Leben. Das ist eine Verringerung um vier Prozent. Zählt man die Verunglückten insgesamt, kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer Steigerung um 2,8 Prozent auf 3196 Personen. In Brandenburg sind beide Werte gesunken. Im ersten Halbjahr 2015 starben in dem Bundesland 58 Menschen bei Verkehrsunfällen. Das sind 19 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2014. Die Zahlen veröffentlichte das Statistische Bundesamt.