:

2014 mehr Geld im Portemonnaie

Nächstes Jahr kann kann jeder Bundesbürger gut 586 Euro mehr ausgeben. Rein rechnerisch jedenfalls.

Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben die Deutschen 2014 wieder mehr Geld im Portemonnaie.
Andreas Gebert Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben die Deutschen 2014 wieder mehr Geld im Portemonnaie.

Die Deutschen werden nach Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 2014 mehr Geld in der Tasche haben. Die durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf werde um 586 Euro oder 2,85 Prozent steigen, teilte die GfK-Tochter GeoMarketing mit.

Angesichts einer prognostizierten Inflationsrate von 1,7 Prozent und stagnierender Löhne blieben real allerdings im Schnitt nur rund 1,1 Prozent mehr im Portemonnaie der Verbraucher. Hinzu komme das Wohlstandsgefälle zwischen West und Ost. Nicht alle Bevölkerungsgruppen hätten deshalb eine positive Kaufkraftentwicklung zu erwarten, teilte GfK-Marktdatenexpertin Simone Baecker-Neuchl mit.

Höchste Kaufkraft in Hamburg

Insgesamt rechnet die GfK im kommenden Jahr für mit einer Kaufkraftsumme von 1,7 Billionen Euro. Pro Kopf entspricht das bei rund 80 Millionen Einwohnern im Durchschnitt  21 179 Euro. Unter Kaufkraft versteht man das verfügbare Nettoeinkommen inklusive staatlicher Hilfen wie Renten, Arbeitslosengeld oder Kindergeld, das für den Konsum ausgegeben werden kann.

Das Bundesland mit der höchsten Kaufkraft in der Rangliste ist Hamburg. Es folgen Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Demnach haben die Einwohner des Landkreises Starnberg am meisten Geld in der Tasche – vor dem Hochtaunuskreis in Hessen und dem Stadtkreis München. Neu unter den Top Ten ist der bayerische Landkreis Miesbach, der den Kreis Stormarn nördlich von Hamburg verdrängt.

Problematisches Ost-West-Gefälle

Das Ost-West-Gefälle ist nach wie vor hoch: Während die Kaufkraft in Starnberg mit 31 438 Euro pro Kopf um fast 50 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegt, ist sie im sächsischen Görlitz mit 16 030 Euro nur ungefähr halb so hoch wie in dem bayerischen Kreis. Allerdings zeigen sich auch in den Bundesländern selbst große Unterschiede. So betrage die Differenz zwischen dem Hochtaunuskreis und dem nur etwa 50 Kilometer entfernten Gießen 10 500 Euro, heißt es in der Analyse der Konsumforscher.