Mutmaßliche Islamisten festgenommen:

Anti-Terror-Razzia in Berliner Moschee

Drohte ein Anschlag in Dortmund? In Berlin werden zwei Männer aus der Islamistenszene festgenommen, sie sollen von der Terrormiliz Islamischer Staat beeinflusst sein.

Spezialkräfte der Polizei sicherten den Eingangsbereich der Moschee des Seituna Kulturvereins in Berlin. Foto: Paul Zinken
Paul Zinken Spezialkräfte der Polizei sicherten den Eingangsbereich der Moschee des Seituna Kulturvereins in Berlin. Foto: Paul Zinken

Nach Hinweisen auf einen drohenden islamistischen Terroranschlag in Dortmund hat die Polizei in Berlin zwei mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Entsprechende Informationen des Berliner „Tagesspiegel“ wurden am Donnerstagabend bestätigt. Demnach stammen die Informationen aus einer Aktion zur Überwachung der Islamistenszene in der Hauptstadt. Zunächst gab es keine Informationen darüber, ob die 28 und 46 Jahre alten Männer tatsächlich einen solchen Anschlag verüben wollten.

In einer Moschee und einem Transporter, der den Verdächtigen gehören soll, suchten Spezialisten am Donnerstag nach Sprengstoff, ohne fündig zu werden. Gegen die Männer wird laut Polizei wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Straftat ermittelt.

Für Anschläge in Berlin gebe es allerdings keine Anhaltspunkte, sagte Polizeipräsident Klaus Kandt. „Für Berlin bestand keine Gefahr.“ Ob Hinweise auf Anschlagspläne für andere Bundesländer gefunden wurden, wollte der Polizeipräsident nicht sagen: „Die Sicherheitslage in anderen Bundesländern möchte ich nicht kommentieren.“

Bei den Hauptverdächtigen handelt es sich um einen Syrer und einen Tunesier, die dem IS-Einflussbereich zugeordnet werden. Nach den Erkenntnissen aus der Überwachungsaktion der Polizei hatten die Behörden den Verdacht, Teile eines Sprengsatzes und womöglich Waffenteile hätten von München zur Moschee eines islamischen Kulturvereins in Berlin-Charlottenburg transportiert werden sollen. Von dort hätten demnach Waffen und Sprengstoff für einen Anschlag nach Dortmund gebracht werden sollen. Das mögliche Anschlagsziel in der nordrhein-westfälischen Stadt blieb zunächst offen. Ebenso unklar war am Abend, ob es sich bei den Verdächtigten um islamistische Gefährder handelt, die den Behörden bekannt sind. Die Berliner Polizei bestätigte nähere Angaben zu den beiden zunächst nicht.

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