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Bahn erhöht Fahrpreise

Trotz günstigen Sprits und Bus-Konkurrenz: Nach langer Zurückhaltung will die Bahn wieder spürbar mehr für Fahrkarten verlangen.

Die Preisrunde zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember liegt deutlich über der Inflationsrate, die im September bei 0,7 Prozent lag.
Armin Weigel Die Preisrunde zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember liegt deutlich über der Inflationsrate, die im September bei 0,7 Prozent lag.

Kunden der Deutschen Bahn müssen von Mitte Dezember an wieder mehr für ihre Fahrscheine bezahlen. Im Fernverkehr werden Tickets ohne Zugbindung zum Flexpreis - dem früheren Normalpreis - 1,9 Prozent teurer. Durchschnittlich steigen die Preise um 1,3 Prozent, wie der Konzern am Freitag in Berlin mitteilte. Damit wird der Tarif erstmals seit zwei Jahren wieder spürbar angehoben, für die zweite Klasse liegt die letzte große Erhöhung drei Jahre zurück.

Die Preisrunde zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember liegt deutlich über der Inflationsrate, die im September bei 0,7 Prozent lag. Die Bahn bittet besonders Stammkunden stärker zur Kasse: Streckenzeitkarten werden 3,9 Prozent teurer, die Bahncard 100 verteuert sich um 2,4 Prozent in der zweiten und 2,9 Prozent in der ersten Klasse. Jedoch bleibt der Preis der Bahncards 25 und 50, die 4,6 Millionen Kunden im Portemonnaie tragen, bei 62 und 255 Euro.

Im Regionalverkehr der Bahn steigen die Preise zum Fahrplanwechsel um 1,9 Prozent. Das betrifft jedoch nur etwa jede fünfte Fahrt in den Regio-Zügen. Wer innerhalb von Verkehrsverbünden unterwegs ist, zahlt denjenigen Tarif, den die zugehörigen Kommunen festlegen.