Milliarden Verluste:

Bahn erwartet tiefrote Zahlen und baut um

In zwei Wochen will Vorstandschef Grube den tiefgreifenden Umbau des Bundeskonzerns präsentieren. Details sickern nun schon durch. Und Zahlen, die zeigen, dass Grube keine Zeit mehr verlieren kann.

Schon im Juli hatte die Deutsche Bahn ihre Jahresprognose nach unten korrigiert.
Karl-Josef Hildenbrand Schon im Juli hatte die Deutsche Bahn ihre Jahresprognose nach unten korrigiert.

Die Deutsche Bahn rutscht nach zwölf profitablen Jahren wieder tief in die roten Zahlen. Kosten für den Konzernumbau, Probleme der Gütersparte, Streiks und Unwetterschäden drücken den Bundeskonzern in diesem Jahr mit gut einer Milliarde Euro ins Minus, wie am Mittwoch aus Aufsichtsratskreisen verlautete. Medien berichteten von einem Verlust von knapp 1,3 Milliarden Euro.

Unterdessen nimmt der tiefgreifendste Umbau des Konzerns seit mehr als zwei Jahrzehnten Formen an. "Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat am 16. Dezember ein mehrjähriges Programm für mehr Qualität, mehr Kunden und mehr Erfolg vorlegen", sagte ein Sprecher am Mittwoch. Er nannte jedoch keine Details und äußerte sich auch nicht zu den erwarteten Geschäftszahlen.

Schon im Juli hatte der Konzern seine Jahresprognose nach unten korrigiert, damals aber unterm Strich noch wie im Vorjahr einen Gewinn von einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt. Laut Aufsichtsratskreisen droht nun trotz eines Rekordumsatzes von etwa 40,6 Milliarden Euro ein Verlust.

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