Lawine kommt ins Rollen:

Bald Millionen von Altersarmut betroffen?

Düstere Ausschichten: Schon Ende des nächsten Jahrzehnts könnten Hunderttausende auf Hilfe angewiesen sein, weil die Rente hinten und vorne nicht reicht.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband forder, den Regelsatz der Altersgrundsicherung so zu erhöhen, „dass soziale Teilhabe tatsächlich ermöglicht wird“.
Jens Wolf Der Paritätische Wohlfahrtsverband forder, den Regelsatz der Altersgrundsicherung so zu erhöhen, „dass soziale Teilhabe tatsächlich ermöglicht wird“.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnt vor einer „Lawine von Altersarmut“ in Deutschland. „Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts müssen wir damit rechnen. Dies ergibt die Analyse der Arbeitsmarktdaten seit Anfang der Neunzigerjahre“, erklärte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Sozialverbandes, gestern im Gespräch mit unserer Berliner Redaktion. „Diese Entwicklung ist auch im Kern nicht mehr korrigierbar.“ Laut Studie waren Ende 2011 in Deutschland 43 6210 Menschen auf die so genannte Altersgrundsicherung von im Schnitt 688 Euro monatlich angewiesen.

„Selbst nach vorsichtiger Schätzung dürfte die Zahl derer, die darauf angewiesen sein werden, die Million-Grenze überschreiten“, heißt es in der Studie. Verbandsgeschäftsführer Schneider rechnet damit, dass dies Ende des nächsten Jahrzehnts der Fall sein werde.

Grund für die Entwicklung sei die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland seit 1990 und der Rückgang sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Die Opfer des arbeitsmarktpolitischen Strukturwandels der Neunzigerjahre würden in den nächsten Jahren „sukzessive, aber unaufhaltsam das Rentenalter erreichen“.

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