Wegen Volksverhetzung und Gewaltdarstellung:

Berliner NPD-Chef vor Gericht

Im Geschäft von Sebastian Schmidtke wurden CDs mit rassistischen Texten gefunden. Seit Mittwoch muss er sich unter anderem wegen Volksverhetzung verantworten.

Sebastian Schmidtke beim Prozessauftakt im Amtsgericht in Berlin.
Bernd Von Jutrczenka Sebastian Schmidtke beim Prozessauftakt im Amtsgericht in Berlin.

Der Vorsitzende der Berliner NPD, Sebastian Schmidtke, hat die Verbreitung rechtsextremer CDs bestritten. Er muss sich seit Mittwoch an einem Berliner Amtsgericht wegen Volksverhetzung und Gewaltdarstellung verantworten. Im März 2012 hatte die Polizei im Militaria-Geschäft des 28-Jährigen einen Koffer mit mehreren CDs beschlagnahmt.

Zu Prozessbeginn sagte der Chef der rechtsextremen Partei: "Die CDs waren privat und nicht zum Verkauf bestimmt". Der unter dem Tresen abgestellte Koffer gehöre ihm nicht. Er habe nicht hineingeschaut. Die Texte der Musik auf den CDs richten sich etwa gegen Ausländer, Juden, Homosexuelle und Asylbewerber. Er muss sich außerdem für das Angebot einer jugendgefährdenden CD im Internet verantworten.

Nach Angaben von zwei Polizisten hat Schmidtke aber während der Durchsuchung seines Geschäfts in Berlin-Schöneweide bestätigt, es sei sein Verkaufskoffer. Im Prozess wurde bekannt, dass die Lebensgefährtin des NPD-Funktionärs anderthalb Jahre nach der Durchsuchung behauptet hat, der Koffer gehöre ihr. Sie ist für den nächsten Termin als Zeugin geladen. Der Prozess wird am 4. Dezember fortgesetzt

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