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Busfahren mit Post und ADAC

Auch der Autofahrerclub und die Post mischen jetzt im Fernlinien-Verkehr mit. Im November starten sie ihr Angebot.

Fernbus
P. Seeger

Der ADAC und die Deutsche Post haben sich viel vorgenommen. Der Autofahrerclub will zusammen mit dem ehemaligen Staatskonzern nicht nur den seit Mitte der 1970er Jahre von den Straßen verschwundenen Postbus wiederbeleben. Die Partner möchten mit ihrem Fernlinienangebot den in Deutschland jungen Markt für Busverbindungen gründlich aufmischen.

Keine Billigangebote

Das Projekt startet diesen November und soll dann rasch ausgebaut werden. Kampfpreise und Billigangebote wird es aber kaum geben, sagte ADAC-Präsident Peter Meyer. Insgesamt schätzt der ADAC das künftige Marktvolumen auf 400 Millionen Euro. „Und von diesem Kuchen wollen wir uns ein Drittel abschneiden“, sagt Marc Fleischhauer, als Leiter der Touristik ADAC für den „ADAC Postbus“ zuständig. Innerhalb von einem bis drei Jahren soll das Geschäft, an dem Post und Club zu je 50 Prozent beteiligt sind, Gewinne abwerfen.

Fahrkartenpreis steht noch nicht fest

Was Fahrkarten kosten werden, lässt Präsident Meyer allerdings noch offen. Private Anbieter wie die Münchner FlixBus werben etwa für die Strecke München-Berlin mit Frühbucherpreisen ab19 Euro, wobei der Normalpreis bei 48 Euro liegt. Zum Vergleich: Eine Fahrt im ICE der Bahn in der 2. Klasse kostet auf dieser Strecke 125 Euro.

Ab Oktober können erste Tickets gebucht werden.