43 Euro mehr für Geschenke:

Deutschland vor Weihnachten in Kauflaune

Einem Jahresendspurt im Einzelhandel steht jetzt nichts mehr im Wege: Die Deutschen wollen zum Fest der Liebe so viel Geld für Geschenke ausgeben wie lange nicht mehr.

ARCHIV - Menschen huschen am 15.12.2012 durch die Kaufhäuser in Berlin und kaufen ihre Geschenke für das Weihnachtsfest ein. Gute Nachrichten für den deutschen Einzelhandel: Zum Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts sind die Deutschen in Kauflaune. Foto: Wolfgang Kumm/dpa (zu dpa "Weihnachten kann kommen: Die Deutschen sind in Kauflaune" vom 05.11.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Wolfgang Kumm ARCHIV - Menschen huschen am 15.12.2012 durch die Kaufhäuser in Berlin und kaufen ihre Geschenke für das Weihnachtsfest ein. Gute Nachrichten für den deutschen Einzelhandel: Zum Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts sind die Deutschen in Kauflaune. Foto: Wolfgang Kumm/dpa (zu dpa "Weihnachten kann kommen: Die Deutschen sind in Kauflaune" vom 05.11.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Gute Nachrichten für den deutschen Einzelhandel: Zum Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts sind die Deutschen in Kauflaune. Angesichts steigender Löhne und guter Konjunkturaussichten wollen sie in diesem Jahr soviel Geld ausgeben wie schon lange nicht mehr. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) beträgt das durchschnittliche Geschenkbudget 273 Euro. Das wären 43 Euro oder 19 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Die Händler in Deutschland dürfen sich auf ein gutes Weihnachtsgeschäft freuen“, kommentiert EY-Handelsexperte Thomas Harms diese Zahlen. Das Portemonnaie sitze so locker wie schon lange nicht mehr. „Die Händler dürften im diesjährigen Weihnachtsgeschäft ein ordentliches Plus einfahren“, glaubt Harms.

Weniger sparen wegen niedriger Zinsen

Ganz ähnlich schätzt das auch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) das Konsumklima in Deutschland ein. Die Kauflaune sein ungebrochen und dementsprechend die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen ausgesprochen hoch. Gleichzeitig sei aber die Sparneigung angesichts der niedrigen Zinsen eher gering, heißt es im jüngsten Konsumklimabericht der GfK.

Angesichts der stabilen Arbeitsmarktsituation wächst offenbar auch wieder die Bereitschaft, größere Anschaffungen auf Pump zu finanzieren. Nach einer Umfrage der GfK nutzen derzeit etwa ein Drittel der Haushalte einen Ratenkredit für größere Anschaffungen wie beispielsweise ein Auto, eine Küche oder ein Fernsehgerät. Vor einem Jahr waren es erst 29 Prozent.

Junge geben ein Drittel ihres Budgets im Netz aus

Einem Jahresendspurt im Einzelhandel stehe damit eigentlich nichts mehr entgegnen, glaubt deshalb auch der Chef-Investmentstratege der Postbank, Marco Bargel. „Die Kaufbereitschaft der Bundesbürger ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr.“ Die Postbank erwartet, dass die Umsätze im Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr auf mehr als 80 Milliarden Euro klettern. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein Plus von gut 1,5 Prozent.

Zu den größten Gewinnern im Weihnachtsgeschäft dürften nach der Studie von Ernest & Young die Online-Händler gehören. Vor allem jüngere Verbraucher schätzen das Einkaufen im Internet: Die unter 35-Jährigen geben demnach mittlerweile fast ein Drittel ihres gesamten Weihnachtsbudgets im Internet aus.

Doch auch Kaufhäuser und Einkaufszentren könnten sich im Weihnachtsgeschäft auf deutliche Zuwächse freuen, meint Harms unter Berufung auf die Studie. „Es ist ja keineswegs so, dass der Geschenkkauf komplett ins Internet abwandert: Kaufhäuser, die auf hohem Niveau ein individuelles Einkaufserlebnis bieten, können dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben.“

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung