Panama Papers:

Dubiose Geschäfte über Briefkastenfirmen aufgedeckt

Die „Süddeutsche Zeitung“ hat nach einem Bericht vom Sonntagabend brisante Daten über Finanzgeschäfte international bekannter Persönlichkeiten zugespielt bekommen. Es ist ein enormes Datenleck.

Soeren Stache Die sogenannten Panama Papers sind derzeit in den Sozialen Netzwerken der Top-Suchbegriff

Geschäfte von 215.000 Briefkastenfirmen sind offengelegt worden, berichteten die Zeitung sowie die Tagesschau am Abend. NDR und WDR sind in einem Rechercheverbund mit der „Süddeutschen“. Weltweit veröffentlichten zeitgleich viele Medien, darunter zum Beispiel „Le Monde“, die Informationen. Die Unterlagen zeigen den Medienberichten zufolge, wie Spitzenpolitiker, Sportstars und Kriminelle weltweit ihr Vermögen verschleierten.

In den sogenannten Panama Papers sind auch Spuren zur FIFA-Affäre finden. So soll der uruguayische Anwalt Damiani, Mitglied in der rechtsprechenden Kammer der FIFA-Ethikkommission, drei Angeklagten im FIFA-Skandal zu Offshore-Firmen verholfen haben, über die möglicherweise Fußball-Funktionäre bestochen worden sein sollen.

Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA hat bereits interne Vorermittlungen gegen ihr eigenes Mitglied Juan Pedro Damiani aus Uruguay eingeleitet. „Ja, der Bericht ist richtig. Ich kann bestätigen, dass wir eine sogenannte Voruntersuchung in die Wege geleitet haben“, sagte der Sprecher der ermittelnden Kammer der Ethikkommission, Roman Geiser, am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Details nannte er nicht.

Damiani erklärte auf Anfrage der „SZ“, die Kommission über die Geschäftsverbindungen informiert zu haben; allerdings geschah dies laut „Süddeutsche“ erst nach der Anfrage zu den Panama Papers.

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