Drogen, Bier und Katzenfutter:

Fragwürdiges durch Steuern unterstützt

Fast 20 Milliarden Euro könnte der Bund sparen, wenn er überflüssige Ausgaben streicht, rechnet einmal mehr der Steuerzahlerbund vor. Eine Auswahl der Förderprojekte hat André Stahl zusammengefasst.

Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler
Kay Nietfeld Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler

•  2,5 Millionen Euro für „unwirksame“ Anti-Drogen-Projekte in Myanmar. Solche würden seit 2011 finanziell unterstützt. Aber in Myanmar sei die Anbaufläche von Schlafmohn zwischen 2009 und 2015 gestiegen: „Der ehrenwerte Plan, Bauern, die in Armut leben und vom Schlafmohnanbau abhängig sind, legale Einkommensalternativen etwa durch den Anbau von Kaffee, Tee, Avocado oder Kautschuk zu bieten, geht offenbar nicht auf“, heißt es.

•  253  000 Euro für besseren Biergeschmack: Nach dem Willen des Forschungsministeriums soll Bier künftig noch besser schmecken und länger haltbar sein. So fördere das Ministerium das Projekt „Langzeitstabilisierung von Bier in Bezug auf Geschmack und Klarheit“. Aus Sicht des Steuerzahlerbundes sollten sich aber die Hersteller darum kümmern und nicht der Staat.

•  923  000 Euro für Hunde- und Katzenfutter: Das Umweltministerium unterstützt die Suche nach optimaler artgerechter Trockennahrung für Hunde und Katzen. Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes fördere die Politik hier die Produktinnovation eines privaten Unternehmens.

•  6 Millionen Euro für einen Elektro-Porsche: Steuergeld werde unter anderem „für die Verbesserung von elektrischen Luxuskarossen“ bereitgestellt. 2010 habe Porsche einen elektrisch betriebenen Boxster entwickelt mit 3,7 Millionen Euro Fördergeld. Von 2012 bis 2015 sei das Projekt „e-generation“ gefolgt. Hier sei das auf Porsche zugeschnittene Industrie- und Forschungskonsortium subventioniert worden mit 22 Millionen Euro.

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