Bahn-Kriminalität:

Gewalt in Bahnhöfen und Zügen nimmt ab

Die Deutsche Bahn verzeichnet im Nordosten weniger Kriminalität, der Rückgang der Fälle ist in MV wie in Brandenburg deutlich. Das soll vor allem einen Grund haben.

Laut Bahn soll der Rückgang der Kriminalität in Bahnhöfen und Zügen vor allem an der verstärkten Präsenz von Sicherheitskräften liegen.
Hannibal Hanschke Laut Bahn soll der Rückgang der Kriminalität in Bahnhöfen und Zügen vor allem an der verstärkten Präsenz von Sicherheitskräften liegen.

In Mecklenburg-Vorpommerns Bahnhöfen und Zügen hat es im vergangenen Jahr weniger Gewalt und Kriminalität gegeben. 2015 verzeichnete die Deutsche Bahn im Nordosten 26 Prozent weniger Straftaten als im Vorjahr, wie Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke am Montag in Berlin erklärte.

„Mehr Präsenz von Sicherheitskräften und verstärkter Einsatz von Videotechnik an Hotspots zahlen sich aus und machen Züge und Bahnhöfe sicherer", so Rischke

Die Zahl der Körperverletzungsdelikte nahm in Zügen und Stationen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins um zehn Prozent auf zusammen 290 Fälle ab. Bei Vandalismus ging die Zahl der Straftaten in MV um 30 Prozent auf 1130 Fälle zurück, bei Graffiti um 30 Prozent auf 1100 Delikte.

Die Zahl der Buntmetalldiebstähle reduzierte sich den Angaben zufolge um 40 Prozent auf 50 Straftaten. Sechs Mal versuchten Täter, Fahrkartenautomaten aufzubrechen, sie verursachten Schäden von rund 100 000 Euro.

Keine Entwarnung beim Thema gesprengte Automaten

In Brandenburg sieht es ähnlich aus. 2015 wurden mit 2000 rund 20 Prozent weniger Straftaten als im Vorjahr registriert, wie aus dem aktuellen Sicherheitsbericht hervorgeht. Besonders erfreulich für die Bahn ist, dass die Zahl der Metalldiebstähle 2015 in Brandenburg um ein Fünftel auf insgesamt 153 Fälle (2014: 189) zurückgegangen ist. In Sachen gesprengter Fahrkartenautomaten gibt es dagegen keine Entwarnung. Insgesamt 43 wurden im vergangenen Jahr aufgebrochen, das sind laut Angaben fast so viele wie 2014.

Auch Gewalt ist weiter ein Thema in Bahnhöfen und Zügen. Insgesamt registrierte die Bundespolizei 2015 in Berlin und Brandenburg 2400 Übergriffe. Das sind fast so viele wie ein Jahr zuvor. Zudem wurden in Brandenburg insgesamt 36 Attacken auf Bahn-Mitarbeiter gezählt.

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