Wahl-Spezial:

Grüne gewinnen Landtagswahl in Baden-Württemberg

Die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann haben die CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am Sonntag als stärkste Partei abgelöst. Das vorläufige amtliche Endergebnis liegt inzwischen vor.

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne) hat Grund zum Jubeln.
Marijan Murat Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne) hat Grund zum Jubeln.

In Baden-Württemberg liegen die Grünen mit dem auch bei konservativen Wählern geschätzten Regierungschef Kretschmann laut vorläufigem amtlichen Endergebnis bei 30,3 Prozent (2011: 24,2) - und damit in der einstigen CDU-Hochburg vor den Christdemokraten. Diese brechen mit dem blassen Spitzenkandidaten Guido Wolf völlig ein und sind mit 27,0 Prozent (39,0) erstmals seit Gründung des Bundeslandes nicht stärkste Partei. Die SPD wird auf 12,7 Prozent (23,1) halbiert - ihr mit Abstand schlechtestes Ergebnis im "Ländle". Eine Zäsur für die Volksparteien: Selbst für beide zusammen reicht es nicht. Die AfD springt aus dem Stand auf 15,1 Prozent. Die lange schwächelnde FDP legt auf 8,3 Prozent (5,3) zu. Die Linke kommt mit 2,9 Prozent nicht in den Landtag.

Die Sitzverteilung laut Hochrechnungen vom späten Abend: Grüne 47, CDU 42, SPD 19, FDP 12, AfD 23.

Damit kommt ein Bündnis von Grünen und CDU in Frage. Rechnerisch wären auch Dreierbündnisse mit der FDP möglich: eine rot-gelb-grüne Ampel und eine schwarz-rot-gelbe "Deutschland-Koalition". Kretschmann wie Wolf beanspruchten am Abend den Regierungsauftrag für sich.

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