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Grünen-Bundestagsabgeordneter Volker Beck legt Ämter nieder

Überraschende Entwicklung im Bundestag: Der Grüne-Spitzenpolitiker Volker Beck steht im Verdacht Drogen zu besitzen. Er ist nicht der erster Politiker, der deswegen verdächtigt wird.

Volker Beck war bislang innenpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen.
Jörg Carstensen Volker Beck war bislang innenpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck (55) legt überraschend mit sofortiger Wirkung seine Ämter in der Fraktion nieder. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung war der innenpolitische Sprecher am Dienstag von der Berliner Polizei mit Drogen erwischt worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin sagte dem Blatt am Mittwoch, bei Beck seien am Dienstag 0,6 Gramm einer „betäubungsmittelsuspekten Substanz“ gefunden worden. Nach „Bild“-Informationen soll es sich dabei wohl um Crystal Meth handeln. Die Staatsanwaltschaft war für eine Bestätigung zunächst nicht erreichbar.

Beck selbst erklärte auf seiner Website: „Hiermit stelle ich meine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher meiner Fraktion und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, die mir die Fraktion verliehen hat, der Fraktion zur Verfügung.“ Und weiter: „Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten. Zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen wird mein Anwalt zu gegebener Zeit eine Erklärung gegenüber der Staatsanwaltschaft abgeben.“

Bereits im Jahr 2014 räumte ein anderer Bundestagsabgeordneter Drogenkonsum ein. Michael Hartmann von der SPD gab damals zu, Crystal Meth genommen zu haben.