Mode für Mollige:

Gute Geschäfte mit den großen Größen

Immer mehr Händler entdecken Kundinnen mit kräftiger Statur als neue Zielgruppe. Der Markt ist im Umbruch.

Im Kampf um die nicht ganz so gertenschlanke Kundschaft ist die Otto-Group gerade dabei, die Marktpräsenz ihrer Marke Sheego massiv auszubauen.
Jens Kalaene Im Kampf um die nicht ganz so gertenschlanke Kundschaft ist die Otto-Group gerade dabei, die Marktpräsenz ihrer Marke Sheego massiv auszubauen.

Mit großen Größen lassen sich im Textilhandel gute Geschäfte machen. Immer mehr Textilhändler in Deutschland wollen deshalb gezielt Kundinnen mit kräftiger Statur ansprechen. „Der Markt ist durchaus interessant. Es gibt ja viele, die nicht ganz dem Idealmaß entsprechen“, sagt Axel Augustin vom Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE). Die Medizin bestätigt das. Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts ist knapp ein Viertel der Bevölkerung – 23 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen – stark übergewichtig. Mit steigender Tendenz.

Ganz vorn dabei im Kampf um die nicht ganz so gertenschlanke Kundschaft ist die Otto-Group. Sie vergrößert gerade deutlich die Marktpräsenz ihrer Marke Sheego für Damenoberbekleidung bis zur Kleidergröße 58. Auch die Textilhandelskette Sinn-Leffers hat mit „Lovely Size“ ein Übergrößen-Sortiment für Damen bis Größe 54 aufgebaut und ist dabei, in mehreren Filialen auch Männermode bis Größe 66 ins Angebot aufzunehmen.

Für etablierte Übergrößen-Spezialisten wie die Ulla-Popken-Gruppe, aber auch für Anbieter wie C&A, die seit Jahren große Größen führen, bedeutet dies zusätzliche Konkurrenz. Zumal auch im Online-Handel Übergrößen ein Riesenthema sind.