:

Uli Hoeneß muss vor den Richter

Mit einer Selbstanzeige beim Finanzamt wollte Bayern-Präsident Hoeneß einen Schlussstrich unter jahrelange Steuerhinterziehung ziehen. Doch nun muss er vor Gericht.

Uli Hoeneß
Friso Gentsch Muss vor Gericht: Uli Hoeneß.

Die 5. Strafkammer des Landgerichts München II hat die Anklage gegen den Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung zugelassen. Der erste Verhandlungstermin wurde laut einer Pressemitteilung des Gerichts am Montag für den 10. März 2014 anberaumt. Insgesamt sind vier Verhandlungstermine angesetzt, zudem ist die Vernehmung von vier Zeugen geplant. Die Staatsanwaltschaft München II hatte Ende Juli Anklage gegen den 61 Jahre alten Vereinsboss erhoben.

"Ich bin kein schlechter Mensch"

Hoeneß hatte sich im Januar selbst beim Finanzamt wegen Steuerhinterziehung angezeigt - kurz nachdem ein deutsch-schweizerisches Abkommen über eine Altfalllösung für Steuerflüchtlinge gescheitert war. Trotz der Affäre behielt Hoeneß seine Posten beim Münchner Triple-Sieger.

In Interviews erklärte er, er habe von 2001 bis 2006 in der Schweiz mit Millionen gezockt. Mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft habe für ihn "die Hölle" begonnen. "Ich habe Riesenmist gebaut, aber ich bin kein schlechter Mensch", beteuerte Hoeneß.

Einzelheiten zum Anklagevorwurf könnten "aufgrund der besonderen Geheimhaltungspflichten in Steuerstrafverfahren" bis zur Verlesung des Anklagesatzes in öffentlicher Sitzung nicht mitgeteilt werden, erklärte das Gericht am Montag weiter.

 

Weiterführende Links