Gericht urteilt Kneipe ab:

Keine T-Shirts mehr vom Hard Rock Cafe

Eine Kneipe beschäftigt die obersten Richter in Karlsruhe. Die fällten in dem Fall ein salomonisches Urteil.

Hier dürfen ab sofort keine textilen Souvernirs mehr verkauft werden.
Uwe Anspach Hier dürfen ab sofort keine textilen Souvernirs mehr verkauft werden.

Höchstrichterliches Urteil zum Hard Rock Cafe in Heidelberg: Die Kneipe, die nicht zu der weltweit bekannten Hard-Rock-Cafe-Kette gehört, darf keine Souvenirs mit dem runden Emblem mehr verkaufen. Die gute Nachricht für die Heidelberger ist aber, dass das 1978 gegründete Lokal seinen Namen behalten darf. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag.

Der BGH verfügte auch, dass die Heidelberger Kneipe kenntlich machen muss, dass sie nicht zu der internationalen Gruppe gehört, „um Verwechslungen auszuschließen“, wie es in der Entscheidung heißt. Zudem muss sie der Kette Schadensersatz zahlen, der durch den unrechten Souvenir-Verkauf seit 2009 entstanden ist. Wie viel das ausmacht, muss ein weiteres Verfahren klären.

Weltweit 170 Hard-Rock-Filialen in 50 Staaten

Der Heidelberger Geschäftsführer wollte sich nicht zu dem Urteil äußern. Wie viel vom Umsatz die 24 unterschiedlichen Werbeartikel ausmachen, lässt sich schwer einschätzen. Die Kneipe vertreibt beispielsweise selbst kreierte T-Shirts, Uhren und Feuerzeuge – alle mit dem Hard-Rock-Cafe-Logo.

Das Heidelberger Hard Rock Cafe eröffnete schon vor 35 Jahren. Ein Kneipier aus der Stadt war damals nach einem Besuch im ersten und bis dahin einzigen Hard Rock Cafe in London so angetan, dass er die Idee kopierte. Damals war noch nicht abzusehen, wie erfolgreich sich das Geschäftsmodell entwickeln würde. Ab 1982 eröffnete die Hard-Rock-Kette Filialen in den USA – inzwischen gibt es weltweit rund 170 in mehr als 50 Staaten. Vier davon stehen in Deutschland: in Berlin, Hamburg, Köln und München.

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