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Live-Ticker zum Attentat in Paris

Nach den Anschlägen von Paris spricht Präsident Hollande von Krieg. Offenbar war ein größeres Blutbad geplant. Über die Attentäter werden erste Details bekannt. Waren einige als Flüchtlinge getarnt? Im Live-Ticker berichten wir über die wichtigsten Entwicklungen des Tages.

Ein Mann steht am 15.11.2015 vor dem Café Carillon in der Rue Alibert in Paris, vor dem zahlreiche Blumen und Kerzen niedergelegt wurden.
Marius Becker Ein Mann steht am 15.11.2015 vor dem Café Carillon in der Rue Alibert in Paris, vor dem zahlreiche Blumen und Kerzen niedergelegt wurden.

Die Erklärung der Bundeskanzlerin zu den Pariser Anschlägen ---> HIER

Die Erklärung des Bundespräsidenten zu den Pariser Anschlägen ---> HIER

  • +++ Zahl der Toten ist auf 132 gestiegen +++
  • +++ 18.12 Uhr: Belgische Justiz schreibt Terrorverdächtigen zur Fahndung aus +++

Nach den Terroranschlägen von Paris ist ein Verdächtiger auf der Flucht. Die belgische Justiz schrieb im Zusammenhang mit den Ermittlungen eine Person international zur Fahndung aus, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft berichtete.

  • +++ 18.03 Uhr: Hollande will Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern +++ Das Parlament müsste für eine Verlängerung über zwölf Tage hinaus ein Gesetz beschließen +++
  • +++ Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP waren drei Brüder an der Terrorserie "beteiligt". Einer von ihnen sei möglicherweise noch auf der Flucht +++
  • +++ 17.03 Uhr: In einem Interview äußert sich der Leiter des Musikclubs Bataclan: "Das Bataclan wird wieder öffnen. Es wäre eine Kapitulation, würden wir das nicht tun" +++
  • +++ 17.02 Uhr: Bei dem getöteten Deutschen soll es sich um einen 28-Jährigen aus München handeln +++
  • +++ 15.34 Uhr: Neuer Asylstreit in der Koalition entfacht +++ Unkontrollierte Einreise von Flüchtlingen ist der CSU (Bayern) schon lange ein Dorn im Auge +++ CDU und SPD warnen vor einer Vermischung beider Thematiken +++
  • +++ 15.17 Uhr: Das Länderspiel gegen die Niederlande in Hannover findet wie geplant statt +++
  • +++ 15.08 Uhr: Zwei der Attentäter lebten zuletzt in Belgien (Großraum Brüssel) +++
  • +++ 15.05 Uhr: Innenminister der Europäischen Union treffen sich am kommenden Freitag zu einem Krisentreffen +++

"Angesichts von Barbarei und Terrorismus steht Europa vereint und an Frankreichs Seite", teilte die luxemburgische Regierung am Sonntag mit, die zurzeit den Vorsitz im EU-Ministerrat hat. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hatte um die Sitzung gebeten.

  • +++ 14.17 Uhr: Bundesanwaltschaft nimmt Ermittlungen nach Tod eines Deutschen in Paris auf +++
  • +++ 14.03 Uhr: Terrorexperte geht davon aus, dass das Attentat durch die IS-Spitze gesteuert wurde +++
  • +++ 13.20 Uhr: Erfolgreiche Razzia in Brüssel. Fünf Personen konnten festgenommen werden +++
  • +++ 13.04 Uhr: Papst bezeichnet Gewaltaten, die im Namen der Religion passieren, als "Gotteslästerung" +++
  • +++ 12.31 Uhr: Schweigeminute für Attentat-Opfer am Montag geplant +++

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben für diesen Montag um 12.00 Uhr alle Europäer zu einer Schweigeminute aufgerufen. "Das Gute ist stärker als das Böse", erklärten sie am Wochenende in einer gemeinsamen Stellungnahme mit den EU-Institutionen. "Wir werden alles Notwendige tun, um Extremismus, Terrorismus und Hass zu bekämpfen." Die Anschläge von Paris würden als an Angriff gegen alle EU-Staaten gewertet.

  • +++ 12.12 Uhr: Nach der Anschlagserie in Paris findet die Polizei ein zweites Fahrzeug der Terroristen. Im Auto: drei Sturmgewehre +++

Mindestens einem Terrorkommando scheint nach den Anschlägen von Paris zunächst die Flucht gelungen zu sein. Französische Ermittler stellten am Sonntag ein weiteres Auto in einem Vorort östlich von Paris sicher, wie französische Medien übereinstimmend berichteten. Im Fahrzeug seien drei Kalaschnikows entdeckt worden. Diese Sturmgewehre hatten die Terroristen bei den Überfallen in Paris verwendet.

Der schwarze Seat soll nach Einschätzung der Ermittler von den Terroristen benutzt worden sein, die vor mehreren Cafés und Restaurants wahllos Menschen erschossen. Unklar blieb, ob der oder die Täter weiter auf der Flucht sind, oder bereits am Samstag in Belgien gefasst wurden.

  • +++ 12.08 Uhr: Auswärtiges Amt teilt mit, dass auch ein Deutscher bei dem Attentat ums Leben gekommen ist +++

"Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Todesopfern der Anschläge von Paris auch ein deutscher Staatsangehöriger ist", teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Sonntag in Berlin mit. Aus dem Außenministerium hieß es weiter, der Krisenstab und die Botschaft Paris seien in engem Kontakt mit den französischen Behörden. Die Identifizierung der Opfer sei noch nicht vollständig abgeschlossen. Es lägen auch noch keine vollständigen Angaben über die Identitäten der Verletzten vor.

  • +++ 12.06 Uhr: SPD spricht sich gegen Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland aus +++
  • +++ 12.01 Uhr: Im Netz wird eine Statusnachricht von Isobel Bowdery geteilt. Sie sei in der Konzerthalle gewesen und hätte sich tot gestellt. Auf einem dazugehörigen Bild hat sie ihr blutiges Oberteil abgebildet ---> zum Profil
  • +++ 11.54 Uhr: Trotz Terrorangst: Absage der EM sei keine Option, wie der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann mitteilte+++
  • +++ 11.21 Uhr: Erster Name eines Attentäters wird bekannt +++
  • +++ 10.57 Uhr: Auf einmal ist von zwei Attentätern die Rede, die offenbar ins Stadion wollten +++

Einem Bericht der französischen Sportzeitung "L’Équipe" zufolge haben zwei Attentäter versucht, ins Stadion beim Fußball-Testspiel Frankreich gegen Deutschland zu gelangen. Beide sollen aber entgegen anderslautender Berichte keine Tickets für die Partie gehabt haben und deswegen auch nicht ins Stade de France gekommen sein, schrieb das Blatt am Sonntag.

Um 21.05 Uhr am Freitagabend und damit etwa fünf Minuten nach Anpfiff soll dem Bericht zufolge einer der Attentäter im Sektor Ost, der andere im Sektor Nord vergeblich versucht haben, in den Stadionbereich zu kommen.

Das "Wall Street Journal" hatte dagegen am Samstag berichtet, dass mindestens ein Attentäter ein Ticket für das Spiel gehabt haben sollte. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aber aufgehalten worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten. Beim Versuch zu entkommen, habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht.

  • +++ 10.56 Uhr: Polizei findet Waffen im Auto +++

In dem am Sonntag sicher gestellten Fahrzeug der Terroristen von Paris haben Ermittler Waffen gefunden. Das berichtete der Sender BFMTV am Sonntag ohne nähere Angaben zur Art der Waffen. Mit dem Auto könnte mindestens einem Terrorkommando nach den Anschlägen von Paris zunächst die Flucht gelungen sein. Der schwarze Seat war östlich von Paris sichergestellt worden.

  • +++ 10.37 Uhr : 12000 Germanwings-Helfer während der Anschläge auf das Stadion +++

Während der Terroranschläge von Paris sind rund 1200 französische Helfer am Freitagabend im Fußballstadion gewesen, die nach dem Germanwings-Absturz im März im Einsatz waren. "Besonders für sie war es natürlich eine besondere Tragik, dass sie hören mussten, das an diesem Abend wahrscheinlich mehr als 140, 150 Opfer von Terroranschlägen wurden", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Samstagabend in den ARD-«Tagesthemen». Bei der Terrorwelle in Paris am Freitagabend wurden mindestens 129 Menschen getötet, mehr als 350 verletzt. Selbstmordattentäter hatten sich in der Nähe des Stade de France in die Luft gesprengt.

Die Helfer waren als Dank und Anerkennung zu dem Freundschaftsspiel der deutschen und französischen Nationalmannschaft eingeladen worden. Wenige Stunden zuvor hatte Steinmeier bei einer Zeremonie in Paris Bürgermeister und Einsatzleiter mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

  • +++ 09.32 Uhr: In Deutschland müssen die Bürger nun mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen rechnen. Die Polizipräsenz werde sich in den kommenden Tagen sichtlich erhöhen +++
  • +++ 08.46 Uhr: Angehörige eines Attentäters in Polizeigewahrsam +++

Französische Ermittler haben sechs Angehörige eines der Selbstmordattentäter aus dem Pariser Konzertsaal "Bataclan" in Polizeigewahrsam genommen. Das berichtet der französische Fernsehsender BFMTV am Sonntag. Die Befragung von Angehörigen gehört in solchen Fällen zu den Ermittlungen.

Bereits am Samstag war bekanntgeworden, dass Vater und Bruder eines Selbstmordattentäters in Polizeigewahrsam kamen. Die Wohnungen der beiden Männer wurden durchsucht. Der Bruder des 29-jährigen Attentäters lebt demnach in einem Ort südlich von Paris, der Vater gut 100 Kilometer weiter östlich.

Der bei dem Anschlag gestorbene Franzose war anhand eines Fingerabdrucks identifiziert worden. Er war den Behörden nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen seiner Radikalisierung bekannt und mehrfach vorbestraft, allerdings nie im Zusammenhang mit Terror-Netzwerken. Bei der Terrorwelle in Paris waren am Freitagabend 129 Menschen getötet worden.

  • +++ 07.00 Uhr: Bands wie die Foo Fighters, Motörhead und U2 sagen ihre Tourneen und Konzerte ab +++
  • +++ 03.59 Uhr: Frankreich erklärt Islamischen Staat den Krieg +++
  • +++ 00.41 Uhr: Razzias bei den Familien der Attentäter beginnen. Bild.de berichtet davon, dass Vater und Bruder eines Terroristen festgenommen wurden +++
  • +++ 22.12 Uhr: Gipfeltreffen der G20 beginnt am Sonntag (11.00 Uhr) in der Türkei. Strategien gegen den Terror gesucht +++

Die Gipfelteilnehmer werden unter anderem über den Syrien-Konflikt und eine gemeinsame Strategie gegen den Terrorismus beraten. Für Deutschland nimmt Kanzlerin Angela Merkel an dem Treffen der wichtigen Industrie- und Schwellenländer und der EU teil.

  • +++ 21.37 Uhr: Auch der Prominenz ist nicht zum Feiern zumute: Gerald Asamoah nahm heute Abschied von seiner aktiven Fußballkarriere +++

"Ich bin erschüttert von den schrecklichen Anschlägen in Paris. Jeder hat wohl gerade diese Bilder vor Augen. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien und Freunden. Mir ist nicht zum Feiern zumute, aber wir werden heute spielen, weil wir zeigen wollen, dass wir uns NICHT von Terroristen unterkriegen lassen. Dieses Spiel ist auch für Paris", schrieb er auf seiner Facebook-Seite.

  • +++ 20.46 Uhr: In den sozialen Netzwerken werden die Profilbilder farblich der französischen Flagge angepasst. Viele Nutzer posten eine Zeichnung des Künstlers Jean Jullien. Dieser hatte die Skizze, die eine Kombination aus Eiffelturm und Friedenslogo zeigt, mit den Worten "Peace for Paris" am Freitagabend veröffentlicht +++
  • +++ 20.42 Uhr: Auch in Israel bekundet die Menschen Solidarität mit Paris ---> The Jerusalem Post
  • +++ 20.35 Uhr: Thomas de Maizière bittet darum, nicht die Flüchtlingsproblematik mit dem Attentat zu vermischen +++
  • +++ 19.58 Uhr: Festnahme in Belgien +++

Nach den Anschlägen von Paris haben belgische Anti-Terror-Ermittler eine Person festgenommen, die am Freitagabend in der französischen Hauptstadt war. Das bestätigte der belgische Premierminister Charles Michel am Samstagabend nach einem Großeinsatz der Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Brüssel haben die Pariser Behörden in vier konkreten Fällen um Amtshilfe gebeten. Unter anderem sei es dabei um Informationen zu einem in Belgien angemeldeten und ausgeliehenen Mietwagen gegangen, der in Nähe der Pariser Konzerthalle "Bataclan" gefunden worden war.

In Molenbeek durchsuchten schwer bewaffnete Polizisten mehrere Wohnungen, wie ein Sprecher von Justizminister Koen Geens nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga sagte. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

Der Brüsseler Stadtteil war nach Anschlägen schon häufiger Schauplatz von Polizei-Razzien, etwa nach einem Anschlag auf einen Thalys-Hochgeschwindigkeitszug im August.

  • +++ 19.23 Uhr: Zehn Tote bei Unglück während TSG-Testfahrt im Elsass +++ Terroristischer Hintergrund ausgeschlossen +++
  • +++19.22 Uhr: Cousine von Nationalspieler Diarra umgekommen +++
  • +++ 19.21 Uhr: Es ist von 129 Todesopfern und sieben toten Terroristen die Rede +++
  • +++ 19.05 Uhr: Den Angaben des Staatsanwalts zufolge gab es drei Teams von Terroristen, die koordiniert vorgegangen sind +++
  • +++ 19.03 Uhr: Anschlag auf Fußballstadion sei geplant gewesen +++

Die Attentäter von Paris wollten einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge offenbar einen Anschlag direkt im Fußballstadion beim Länderspiel Deutschland-Frankreich verüben. Mindestens ein Attentäter habe ein Ticket für das Spiel gehabt. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aufgehalten worden, berichtet die Zeitung am Samstag (Online) unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten.

Bei dem Attentäter sei etwa eine Viertelstunde nach Spielbeginn am Stadioneingang eine Sprengstoff-Weste entdeckt worden. Beim Versuch zu entkommen, habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht.

Der Polizist vermutetet laut «Wall Street Journal», dass der Angreifer den Sprengstoff im Stadion zünden wollte. Ziel sei vermutlich eine Massenpanik bei den Zuschauern gewesen, hieß es weiter.

  • +++ 18.00 Uhr: Große Gedenkfeier in Berlin am Brandeburger Tor +++
  • +++ 17.47 Uhr: Anonyme Drohung am Amsterdamer Flughafen Schipohl erweist sich als falsch +++
  • +++ 17.03 Uhr: Waffenfund in Bayern: Französische Nummern im Handy des Mannes gefunden +++ Navigationssystem wird derzeit ausgewertet +++
  • +++ 16.35 Uhr: Obama ruft sein nationales Sicherheitsteam zusammen +++ Auch in anderen größeren Städten der USA, etwa in New York, Chicago und Los Angeles werden die Schutzmaßnahmen derzeit erhöht +++
  • +++ 16.03 Uhr: Der französische Staatsanwalt Francois Molins hat für Samstagabend eine Pressekonferenz angekündigt +++
  • +++ 16.00 Uhr: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht Deutschland als mögliches nächstes Ziel +++

"Die Lage ist ernst. Jetzt gilt es, zusammenzustehen in Regierung und Parlament, in der Bevölkerung und in Europa", sagte er nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel und anderen zuständigen Ministern zu den Konsequenzen aus den Terrorattacken von Paris. "Auch Deutschland steht unverändert stark im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus."

Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen laut de Maizière mit Hochdruck möglichen Bezügen nach Deutschland nach. Er verwies dabei auf den Fall des 51-jährigen Autofahrers, der möglicherweise auf dem Weg nach Paris vor gut einer Woche in Oberbayern mit einem umfangreichen Waffen-Arsenal aufgeflogen war.

  • +++ 15.49 Uhr: Verdächtiger Gegenstand am Flughafen in London (Gatwick). Nach Angaben der Polizei wurde ein Mann festgenommen und ein verdächtiger Gegenstand entdeckt, der zur Zeit untersucht werde +++ Terminal evakuiert +++

Sprengstoffexperten untersuchten den Gegenstand und führten eine kontrollierte Explosion durch, sagte Nick May von der Polizei in Sussex. "Die Beamten stellten persönliche Gegenstände und etwas, wahrscheinlich eine Feuerwaffe, sicher." Die Funktionsfähigkeit der Waffe sei noch nicht geklärt. Der Mann werde gegenwärtig verhört, hieß es am Abend. "Es ist derzeit noch zu früh, um sagen zu können, was seine Absichten waren", so May. Der Verdächtige hatte nicht eingecheckt oder die Pass- und Sicherheitskontrolle passiert.

Der Polizei zufolge wurde das Terminal gegen 9.30 Uhr Ortszeit (10.30 Uhr MEZ) wegen des "verdächtigen Verhaltens" eines Mannes geräumt, der einen Gegenstand in einem Mülleimer am Flughafen zurückgelassen habe. Aufgrund der Terroranschläge in Paris vom Freitagabend sei man bei solchen Vorfällen besonders aufmerksam, betonte die Polizei.

Wie ein Flughafensprecher mitteilte, wurde das Terminal am späten Nachmittag wieder für Passagiere geöffnet. Reisende wurden angewiesen, bei geplanten Abflügen vom Nordterminal ihre Fluglinien zu kontaktieren. "Die Sicherheit und das Wohl unserer Passagiere ist für uns vorrangig", hieß es auf der Twitter-Seite des Flughafens.

  • +++ 15.44 Uhr: Kerzen, Gebete, angestrahlte Gebäude in Blau-Weiß-Rot: Die Anteilnahme ist groß. Staats- und Regirungschefs aus aller Welt stellen sich an die Seite Frankreichs +++
  • +++ 15.32 Uhr: Die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen begrüßt die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen, die Präsident Hollande beschlossen hatte +++
  • +++ 15.23 Uhr: Pariser Krankenhäuser versorgen nach Anschlägen 300 Menschen +++
  • +++ 15.15 Uhr: Mindestens einer der Attentäter von Paris ist französischer Staatsangehöriger +++
  • +++ 15.01 Uhr: Eifelturm bleibt vorerst für Besucher geschlossen +++

Der Ausweis sei in der Nähe des Leichnams eines der Angreifer gefunden worden. Angaben darüber, an welchem der sechs Anschlagsorte der Pass gefunden wurde, gab es zunächst nicht. Die Attacken vom späten Freitagabend waren von mindestens acht Terroristen verübt worden. Einer der Angreifer wurde von der Polizei erschossen, die anderen sprengten sich selbst in die Luft.

  • +++ 14.46 Uhr: Türkische Gemeinde fürchtet neue Welle von Islamfeindlichkeit +++

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, befürchtet nach den Attentaten von Paris eine neue Welle von Islamfeindlichkeit. "Im Moment herrscht in Deutschland wegen der Flüchtlingskrise sowieso eine sehr angespannte Situation, und rechtspopulistische Gruppen wie Pegida oder die AfD werden das für sich ausnutzen", sagte er und fügt hinzu: "Sie werden sich in ihrer Anschauung und in ihren Argumenten bestärkt fühlen und damit auch noch lauter in der Öffentlichkeit auftreten."

Gleichzeitig forderte Sofuoglu, dass sich Muslime in Deutschland und auch die muslimischen Verbände ausdrücklich gegen die Gewalt stellen. "Es ist an der Zeit, dass klare Worte gegen den Terror des IS formuliert werden. Fehl am Platz wären jetzt besänftigende Sätze in der Art, dass der Islam im Grunde eine Religion des Friedens ist und solche Gewaltexzesse nicht gutheißt. Wir Muslime müssen den Terror jetzt entschieden und für jeden laut hörbar verurteilen."

  • +++ 14.45 Uhr: Moschee in Spanien angezündet. Noch unklar, ob ein Zusammenhang zu der Terrorserie in Paris besteht +++
  • +++ 14.19 Uhr: Syrischer Pass bei Attentäter gefunden +++
  • +++ 13.59 Uhr: IS droht Frankreich mit neuem Terror +++
  • +++ 13.23 Uhr: Al-Assad macht Westen für den Terror in Paris mitverantwortlich +++

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat den Westen für die Ausbreitung des Terrors mitverantwortlich gemacht. Die Terrorangriffe vom Freitag seien untrennbar damit verbunden, was seit fünf Jahren in Syrien passiere, sagte Assad der amtlichen Nachrichtenagentur SANA zufolge am Samstag bei einem Treffen mit einer Delegation französischer Politiker und Medienvertreter.

"Die fehlgeleitete Politik der westlichen Staaten, vor allem Frankreichs (...) haben zur Expansion des Terrorismus beigetragen", sagte Assad. In Wien suchen derzeit die Außenminister und Vertreter aus 17 Staaten Auswege aus dem Bürgerkrieg in Syrien. Darunter sind die fünf UN-Vetomächte, Deutschland, der Iran und Saudi-Arabien. Die Rolle Assads ist ein Streitpunkt, westliche Länder fordern seinen Rücktritt.

  • +++ 13.22 Uhr: DFB-Team wohlbehalten in Frankfurt gelandet. Ob das nächste Spiel stattfindet, ist noch offen +++
  • +++ 13.06 Uhr: Papst Franziskus spricht vom Dritten Weltkrieg +++

Papst Franziskus hat die Terroranschläge von Paris scharf verurteilt und den Hinterbliebenen sein Mitgefühl ausgesprochen. "Es gibt keine Rechtfertigung für solche Taten. Das ist nicht menschlich", sagte der Argentinier dem Sender TV2000 der italienischen Bischofskonferenz am Samstag. Auf die Frage, ob damit der Dritte Weltkrieg in Stücken fortgesetzt werde, vor dem Franziskus bereits oft gewarnt hatte, sagte er: "Das ist ein Teil davon." Er sei bestürzt und bete für das französische Volk und die Familien der Opfer, ergänzte der Papst.

In einem Telegramm von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin an den Erzbischof von Paris, Kardinal André Vingt-Trois, spricht der Papst den betroffenen Familien ebenfalls sein Mitgefühl aus. "Der Heilige Vater verurteilt erneut aufs Schärfste die Gewalt, die keine Probleme löst", heißt es in dem am Samstag veröffentlichten Text. Der Pontifex nehme großen Anteil am Leid der betroffenen Familien und am Schmerz des französischen Volkes.

  • +++ 13.04 Uhr: Anschläge erschüttern UEFA. Sorge vor bevorstehender EM in Paris +++

Nach den Terroranschlägen von Paris ist jede Vorfreude auf die Europameisterschaft in sieben Monaten in Frankreich dahin. Anzeichen von Zweifeln an einem derzeit nicht vorstellbaren friedlichen Fußball-Fest gab es von den Organisatoren der UEFA am Samstag aber trotz der gezielten Attacken mit Toten im unmittelbaren Umfeld des wichtigsten Turnierstadions in Saint-Denis (noch) nicht. Dem EM-Gastgeber wurde vom Kontinentalverband jede Hilfe zugesagt.

"Die UEFA ist tief geschockt und traurig über die tragischen Ereignisse und möchte Frankreich und denjenigen, die von diesen schrecklichen Akten betroffen sind, ihre Unterstützung und Solidarität ausdrücken", teilte der Verband am Samstagmorgen in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Für alle anstehenden Länderspiele wurde eine Schweigeminute und Trauerflor für alle Spieler angeordnet.

Für die französischen EM-Macher und die UEFA ist die Anschlagsserie vom Freitagabend an der Seine mit deutlich mehr als 100 Toten nur vier Wochen vor dem Mega-Event der EM-Gruppenauslosung ein wahr gewordener Alptraum. "Es wurden viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen, aber wir müssen sehen, dass Terroristen jederzeit zuschlagen können. Wir hatten Sorge wegen der EM, jetzt ist die Sorge noch größer", sagte der Präsident des französischen Verbandes, Noël Le Graët, laut Medienberichten mit Blick auf das Turnier vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in neun französischen Städten von Lille bis Toulouse.

  • +++ 12.58 Uhr: Terrorexperte spricht von einer "neuen Dimension des Terrorismus" +++

Es handele sich um eine koordinierte Aktion und eine synchrone Anschlagsserie einer ganzen Zelle, sagte der Terrorexperte Rolf Tophoven. Das operative Vorgehen der Terroristen zeige zunehmend "kriegsmäßige Planungen", bei dem die Täter an mehreren Orten gleichzeitig zuschlagen.

Die Anschläge seien nach den ersten Erkenntnissen wohl eindeutig von der Terrormiliz IS inspiriert. "Das passt klar in das IS-Modell", sagte Tophoven. "Frankreich ist aktiv in der Koalition gegen den Islamischen Staat." Es habe schon mehrere schwere Attacken auf das Land gegeben. "Frankreich ist permanent im Visier von Terroristen." Aber auch Deutschland stehe nach wie vor im Fadenkreuz des Terrorismus. "Das kann jederzeit auch bei uns passieren."

  • +++ 12.28 Uhr: Flug-, Bahn- und Busverkehr von Deutschland nach Frankreich normal. Keine Einschränkungen für die Passagiere +++
  • +++ 11.45 Uhr: In Paris wird ein öffentliches Versammlungsverbot verhängt +++
  • +++ 11.30 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) zeigte sich erschüttert und äußerte sich in diesem Zusammenhang auch zu den Flüchtlingen +++

Er verurteile die Anschläge auf das Schärfste, erklärte Caffier am Samstag. "Meine Gedanken sind bei unseren Freunden in Frankreich und bei den vielen Verletzten und den Angehörigen der Opfer." In dieser schweren Stunde müsse Deutschland an der Seite von Frankreich stehen, "um geschlossen gegen diese terroristischen Angreifer vorzugehen", sagte der CDU-Landeschef: "Wir dürfen uns als aufrichtige Demokraten nicht einschüchtern lassen."

"Auch wenn es kein aktuelles Bedrohungsszenario für Mecklenburg-Vorpommern gibt, fordern uns die Pariser Ereignisse erneut dazu auf, in unserer Aufmerksamkeit nicht nachzulassen", erklärte Caffier. "Dazu brauchen wir eine starke Polizei und einen starken Verfassungsschutz." Die Sicherheitsbehörden im Land stünden in engem Kontakt mit den anderen Ländern und dem Bund.

Der Innenminister warnte davor, die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge pauschal unter Generalverdacht zu stellen: "Viele von ihnen sind gerade vor diesem islamistischen Terror geflohen."

  • +++ 10.13 Uhr: Merkel versichert "jedwede Unterstützung" +++
  • +++ 09.43 Uhr: Kirchen in Deutschland äußern sich zu der Terrorserie in Frankreich +++

Die Kirchen in Deutschland werten die verheerende Terrorserie in Frankreich als "Anschlag auf alle Menschen in Europa". "Wir sind tief erschüttert über die hasserfüllte Welle der Gewalt in Paris. In diesen Stunden gilt unsere Anteilnahme den Opfern und Angehörigen", erklärten der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, am Samstag.

"Als Christen und über Religionen und Weltanschauungen hinweg werden wir trotz des Terrors zusammenstehen." Und weiter: "Wo die Worte über die unfassbaren Taten versagen, ist für uns Christen Zeit zu beten. Wir beten für die Opfer." Bei den Attentaten in Paris waren am späten Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden.

  • +++ 03.05 Uhr: Aus Solidaritätsgründen leuchtet New York in Blau-Weiß-Rot. Auch andere Städte nehmen sich an New York ein Beispiel und beleuchten ihre Sehenswürdigkeiten in Farben der französischen Flagge +++
  • +++ 01.33 Uhr: Merkel, Gauck und andere Politiker zeigen sich erschüttert über das Attentat in Paris +++ Stunden später: Krisensitzung im Kanzleramt +++

Ein Überblick aller wichtigen Hintergründe des 13.11.2015 finden Sie hier.

Islamistischer Terror gegen Europäer seit "Charlie Hebdo"

Der Anschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" bildete den Auftakt für ein blutiges Jahr. Seitdem gab es eine Reihe islamistischer Terrorangriffe auf Europäer - auf dem Kontinent selbst, aber auch in den nordafrikanischen Urlaubsländern.

12. November:

Die italienische Polizei deckt ein islamistisches Terrornetz auf. Unter anderem sollen die verhafteten 16 Kurden und ein Kosovare vorgehabt haben, mit Geiselnahmen den in Norwegen inhaftierten Terrorchef Mullah Krekar freizupressen.

31. Oktober:

Über der ägyptischen Halbinsel Sinai stürzt ein Airbus A321 der sibirischen Airline Kolavia mit 224 Passagieren - vor allem russischen Urlaubern - ab. Großbritannien und andere Länder meinen aufgrund von Geheimdienst-Informationen: wegen einer Bombenexplosion. Die Islamistengruppe Ansar Beit al-Makdis ("Unterstützer Jerusalems") behauptet, dafür verantwortlich zu sein.

21. August:

Ein 25-jähriger marokkanischer Islamist wird im Thalys-Schnellzug Brüssel - Paris bei einem Anschlagsversuch mit einer Kalaschnikow von Fahrgästen überwältigt. Zwei Passagiere werden verletzt.

26. Juni:

An einem Hotelstrand in der Nähe der tunesischen Touristenhochburg Sousse erschießt ein 24-jähriger Einheimischer mit Verbindungen zu radikalen Gruppen 38 ausländische Touristen, vor allem Briten.

18. März:

Extremisten erschießen im Bardo-Museum der tunesischen Hauptstadt Tunis 21 Menschen, in der Mehrheit ausländische Touristen. Die Terrormiliz IS bekennt sich zur Tat.

14. Februar:

In Kopenhagen feuert ein arabischstämmiger 22-Jähriger auf ein Kulturcafé, ein Mann stirbt. Der Anschlag gilt vermutlich einem Mohammed-Karikaturisten, der unverletzt bleibt. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor er von Polizeikugeln tödlich getroffen wird.

7. Januar:

Beim Attentat auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" werden in Paris zwölf Menschen getötet. Die beiden Täter kommen zwei Tage später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel. Ein mit ihnen bekannter dritter Täter erschießt in Paris parallel dazu eine Polizistin und nimmt in einem jüdischen Supermarkt Geiseln, von denen er vier erschießt, bevor er selbst von der Polizei getötet wird. Er bekennt sich zuvor zur Terrormiliz IS.

Wichtige Hinweise für Betroffene und Touristen

Sie planen oder haben bereits eine Reise nach Paris oder in ein anderes Land gebucht? Bitte beachten Sie hierzu die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise:

---> Frankreich: Reise und Sicherheitshinweise

---> Weltweiter Sicherheitshinweis

Sie können jemanden nicht erreichen, der sich gerade in Paris befindet? Für diesen Fall hat die Stadt Paris eine Notfallnummer für Touristen eingerichtet: +33  1 45 50  34 60.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung