Umfrage-Ergebnis:

Mehrheit für umfassende Bildungsreformen

Einheitliche Vergleichstest, generelle Verbeamtung von Lehrern, Ganztagsschulen – viele Bereiche müssen verändert werden, so das Resultat einer Umfrage. Das sind nicht die einzigen Probleme, die Bürger sehen.

Der Großteil der Befragten wünscht sich unter anderem eine Aufnahmeprüfung vor dem Lehramtsstudium.
Sebastian Kahnert Der Großteil der Befragten wünscht sich unter anderem eine Aufnahmeprüfung vor dem Lehramtsstudium.

Die Mehrheit der Bundesbürger ist für grundlegende Bildungsreformen. Auch Lehrer befürworten solche Ansätze, wie aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Bildungsbarometer des ifo-Instituts hervorgeht.

So sind 86 Prozent der Bürger dafür, dass für ein Lehramtsstudium eine verpflichtende Aufnahmeprüfung abgelegt werden muss. Von den Lehrkräften sind 75 Prozent dafür. 83 Prozent der Bevölkerung sprechen sich für einheitliche Vergleichstests für alle Schüler aus, um deutschlandweit Bildungsstandards zu prüfen. Unter den Lehrern sind zwei von drei dafür.

Erst ab der 6. Klasse zum Gymnasium

Generell zu einem Ganztagsschulsystem zu wechseln, in dem alle Kinder bis 16 Uhr in der Schule sind, wird von 48 Prozent der Befragten befürwortet – jeder Dritte ist dagegen. Eine deutliche Mehrheit von 67 Prozent der Befragten spricht sich dafür aus, dass die Schüler erst nach der 6. Klasse auf Gymnasium und andere weiterführende Schularten aufgeteilt werden. Jeder Zweite ist dafür, dass Kinder mit Lernschwäche in Regelschulen unterrichtet werden und nicht in Förderschulen, 34 Prozent sind dagegen. 

Fast zwei Drittel der befragten Lehrkräfte sind für eine generelle Verbeamtung von Lehrern. In der Gesamtbevölkerung ist dagegen nur rund ein Drittel für die Verbeamtung von Lehrkräften, jeder Zweite dagegen. Die Befragung für das dritte ifo Bildungsbarometer wurde vom 29. April bis 2. Juni 2016 durch TNS Infratest Sozialforschung unter insgesamt 4015 Personen durchgeführt. Darunter wurden 3302 Personen als repräsentative Stichprobe der Bevölkerung ab 18 Jahren befragt.

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