Milliarden-Deal:

Netto-Mitarbeiter müssen den neuen Besitzer nicht fürchten

Die Supermarkt-Kette mit Sitz in Stavenhagen gehört jetzt mehrheitlich der dänischen Salling-Gruppe. Für Mitarbeiter und Kunden soll der Milliarden-Deal aber keine negativen Konsequenzen haben.

Netto hat einen neuen Eigentümer. Aber dennoch soll alles wie gewohnt weiterlaufen.
Eckhard Kruse Netto hat einen neuen Eigentümer. Aber dennoch soll alles wie gewohnt weiterlaufen.

Auch wenn im Hintergrund gewaltige Anteile und Milliarden Euro von einem Eigentümer zum anderen fließen – vordergründig bleibt bei Netto alles beim Alten. Im Zentrallager in Stavenhagen ziert der schwarze Scottish Terrier „Scottie“ – das Markenzeichen des Discounters – wie immer das Logo. Die Angestellten gehen zur Arbeit wie gewohnt. Ängste, dass sich etwas zu ihren Ungunsten verändern könnte, haben sie nicht. „Es läuft doch gut. Ich glaube nicht, dass sich bei uns etwas ändert“, sagt ein Mitarbeiter. „Alles gut. Es ändert sich nichts“, ist ein anderer überzeugt.

Verdi hat wenig Bedenken

Am Dienstag wurde bekannt, dass der weltgrößte Reederei-Konzern A.P. Moeller-Maersk aus Dänemark den Großteil seiner Anteile an der Kette Dansk Supermarked verkauft – an die ebenfalls dänische Salling-Gruppe. Die Netto Supermarkt GmbH, die in Deutschland nach eigenen Angaben mehr als 340 Märkte betreibt und 4500 Mitarbeiter beschäftigt, gehört zu Dansk Supermarked. Laut Netto-Geschäftsführung hat der Wechsel keine Auswirkungen auf Angestellte und Kunden. „Die Transaktion hat weder Ladenschließungen noch Kündigungen zur Folge“, so die stellvertretende Geschäftsführerin Margit Kühn in einer Pressemitteilung. Weder die Geschäftsführung noch die Strategie des Unternehmens sollen sich ändern.

Vom neuen mehrheitlichen Eigentümer, der Salling-Gruppe, kamen ähnliche Worte. „Unser Ziel für Dansk Supermarked ist kontinuierliches Wachstum zum Vorteil unserer Kunden, Angestellten und Eigentümer“, sagt Vorstandsmitglied Jens Bjerg Sorensen. Verdi-Fachbereichsleiterin Handel, Conny Töpfer, hat deshalb wenig Bedenken bei dem Deal. „Ich glaube nicht, dass sich gegenwärtig etwas in dem Unternehmen zum Negativen für die Arbeitnehmer entwickelt“, meint sie gegenüber dem Nordkurier. Natürlich werde man aber die weitere Entwicklung beobachten.

Moeller-Maersk bleibt noch für fünf Jahre beteiligt

Die Reederei Moeller-Maersk hielt bisher 67,7 Prozent an der Netto-Mutter Dansk Supermarked, die Salling-Gruppe den Rest. Im Rahmen der Transaktion stockt Salling seine Anteile auf 81 Prozent auf. Moeller-Maersk bleibt noch für fünf Jahre mit 19 Prozent beteiligt, danach hat die Salling-Gruppe die Option, die restlichen Anteile zu erwerben. Moeller-Maersk bringt das Geschäft, das auch den Verkauf von Anteilen anderer Unternehmen beinhaltet, insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro ein.

Zu Dansk Supermarked gehören neben Netto auch die dänischen Supermarktketten fötex, Bilka und Salling. 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung