Bahn-Chaos:

Nordosten vom Streik besonders betroffen

Wieder trifft der Lokführer-Streik unsere Region hart. Viele Züge fallen aus. Wir sagen, wo Sie noch fahren können und wie Sie Ihr Geld zurückbekommen, wenn nichts mehr geht.

Warten, bis man schwarz wird: Für viele Pendler im Nordosten ist das wieder einmal Realität.
ulian Stratenschulte Warten, bis man schwarz wird: Für viele Pendler im Nordosten ist das wieder einmal Realität.

Der Rekordstreik der Lokfühergewerkschaft GDL hat begonnen: Bis Montagmorgen sollen die Züge nicht fahren. Die Bahn reagiert mit einem Ersatzfahrplan. Nach Auskunft eines Bahnsprechers war in Mecklenburg-Vorpommern im Fernverkehr rund ein Drittel der Züge unterwegs, im Nahverkehr fielen zwischen 70 und 85 Prozent der Verbindungen aus.

Auch in Berlin und Brandenburg gibt es ein ausgedünntes Zugverkehr-Angebot der Bahn. Hier werden gemäß dem Ersatzfahrplan ein Drittel des Fern-, etwa 30 Prozent des S- und ein Fünftel des Regionalbahnverkehrs bedient. Besonders die Nord-Süd-Strecken sowie die Außenäste der S-Bahn seien berücksichtigt, so ein Sprecher der Bahn. Hier sind nach Bahn-Angaben auch 24 Busse im Einsatz.
Auch Kunden der Bahn-Konkurrenz werden in Brandenburg wohl leiden müssen. "Es kann nicht vermieden werden, dass bestreikte Züge der Deutschen Bahn Gleise blockieren", hieß es am Mittwoch bei der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft in Berlin. Das könne zu Unregelmäßigkeiten führen, auch wenn die Odeg selbst nicht bestreikt wird. Ähnlich äußerte sich die Niederbarnimer Eisenbahn.

Da es immer wieder Abweichungen von den Notfahrplänen geben könne, bittet die Bahn ihre Fahrgäste, sich jeweils vor Fahrtantritt zu informieren.  Viele Bahnreisende versuchen inzwischen die Fahrt zur Arbeit, Universität oder Schule über Mitfahrzentralen zu organisieren. Auf Twitter bieten Nutzer unter dem dem Schlagwort #twitfahrzentrale aus ganz Deutschland private Mitfahrgelegenheiten an - nicht nur während des Rekordstreiks.

Aktuelle Infos zum Streik lesen Sie auch im Live-Ticker>>
So bekommen Sie Ihr Geld zurück, wenn die Bahn nicht fährt >>

 

Hier können Sie die Bahn bei Problemen wegen des Streiks anrufen:
Zusätzlich zur allgemeinen Servicenummer unter 0180 6 99 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) ist eine kostenlose Servicenummer unter 08000 99 66 33 geschaltet.

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Kommentare (2)

Die Schlagzeile bzw. hervorgehobene Aufforderung in der Ausgabe vom Nordkurier( Dienstag, 6.11.14) : Die volle Ladung Volkszorn für den GDL-Chef Reden Sie mit! suggeriert - hier können Sie sich mal richtig aufregen! Dies nennt man Beeinflussung durch Medien!!! und damit bin ich nicht einverstanden und hätte das auch eher von anderen Zeitungsblättern erwartet. Ich bin enttäuscht. Wer nicht weiter liest, hat schon den Wurm im Gehirn. Ein einfaches Fragezeichen hinter GDL- Chef hätte eher zum Nachdenken der Leser angeregt. Wo kommt eigentlich in ihrer zweiseitigen großen Aufmachung in der Zeitung ein Bahnarbeiter zu Wort, um darzulegen, warum er streikt? Ich habe keine Beziehung zur Bahn, deshalb erwarte ich mit Hilfe meiner abbonnierten Zeitung neutral informiert zu werden!

Werte(r) Frau oder Herr Witt, bei der Überschrift "Die volle Ladung Volkszorn für den GDL-Chef" handelt es sich mitnichten um die Aufforderung an die Leser unserer Zeitung, ihren Zorn an Herrn Weselky auszulassen. Stattdessen schildert der darunter stehende Beitrag, in welch teilweise über das Maß des Verträglichen hinausgehenden Art und Weise bestimmte Medien und Internetnutzer ihrem Ärger über den neuen GDL-Streik "Luft machen". Das Logo "Reden Sie mit!" wiederum ist losgelöst von Artikel und Überschrift zu betrachten. Es dient lediglich als Hinweis darauf, dass Leser unserer Zeitung zu diesem Thema auch unter www.nordkurier.de diskutieren können. Das nur zur Erklärung auch für kommende mit dem Logo versehene Beiträge.