Verhandlungen mit Teheran:

Ostdeutsche Bundesländer suchen Geschäftskontakte im Iran

Nachdem die Russland-Sanktionen des Westens manches Geschäft verhindert haben, hofft man nun auf Kunden im Iran.

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) ist im Iran unterwegs, um nach dem Wegfall des Embargos den Markt zu erkunden.
Jens Büttner Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) ist im Iran unterwegs, um nach dem Wegfall des Embargos den Markt zu erkunden.

Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt wollen in den kommenden Tagen den iranischen Markt erkunden: Die Wirtschaftsdelegation der drei Bundesländer, die am Samstagabend in den Mittleren Osten aufbricht, umfasst rund 100 Teilnehmer, etwa 40 davon aus dem Nordosten.

Den drei ostdeutschen Bundesländern geht es nach eigenen Aussagen darum, zunächst die Lage zu sondieren und Geschäftskontakte zu knüpfen. Dazu sind zahlreiche Termine in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Provinzhauptstadt Isfahan vorgesehen, darunter Kontaktbörsen mit Firmen. Die Länder wollen unterschiedliche Akzente setzen, Mecklenburg-Vorpommern vor allem mit seinen Häfen und der Ernährungswirtschaft punkten.

Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD), der die Delegation mit anführt, hat der Iran großes Interesse, die Wirtschaftskontakte zu Deutschland auszubauen. Die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern gelten bereits als Brückenköpfe für den Handel mit dem Mittleren Osten. Im Jahr 2014 etwa waren über diese Waren im Wert von fast einer halben Milliarde Euro in den Iran geliefert worden, vornehmlich Getreide.

Die Beilegung des Atomstreits mit der Islamischen Republik im vergangenen Jahr hatte das Interesse westlicher Staaten an Geschäften mit dem Iran sprunghaft steigen lassen. Im Januar dieses Jahres wurden Sanktionen gelockert. Damit sind nun auch wieder Geschäfte in Bereichen möglich, für die es Restriktionen gab.

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