Flüchtlingspolitik:

Petry will Grenzen zur Not mit Schusswaffen verteidigen

AfD-Chefin Frauke Petry macht mit einer Äußerung erneut auf sich aufmerksam.

AFD-Chefin Frauke Petry findet, im Extremfall darf auch geschossen werden.
Bernd von Jutrczenka AFD-Chefin Frauke Petry findet, im Extremfall darf auch geschossen werden.

„Heimat“ ist ein Wort, das in den aktuellen Wahlkampf-Slogans der AfD besonders häufig auftaucht. Diese „Heimat“, so suggeriert die junge Partei, muss verteidigt werden. Und zwar nicht mit den Panzern, die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) demnächst beschaffen will, sondern mit Abschiebungen und nationalen Alleingängen.

Polizisten müssten illegalen Grenzübertritt verhindern, „notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz“, sagte Petry dem „Mannheimer Morgen“ am Samstag. Kein Polizist wolle auf einen Flüchtling schießen. „Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt.“ Entscheidend sei, dass es nicht so weit komme und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen der Flüchtlingsandrang gebremst werde.

Beatrix von Storch bekräftigte Petrys Äußerung

Petrys Stellvertreterin Beatrix von Storch, legte später auf Facebook nach. „Wollt Ihr etwa Frauen mit Kindern an der grünen Wiese den Zutritt mit Waffengewalt verhindern?“, wurde sie in dem sozialen Netzwerk gefragt. Storch, die auch AfD-Landeschefin in Berlin ist, antwortete knapp mit „Ja“. Nun relativierte sie: „Gewalt ist immer das allerletzte Mittel.“ Petry und sie hätten nur „die Rechtslage referiert“.

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