Dänemark stoppt Bahnverkehr:

Polizei hält Zug mit Flüchtlingen in Richtung Kopenhagen auf

Ein Zug mit Flüchtlingen wird in Puttgarden gestoppt. Doch anders als in Dänemark und am Vortag in Lübeck bleibt die Eskalation aus: Die Flüchtlinge nehmen das Angebot an, in Schleswig-Holstein zu bleiben.

Die Dänische Polizei versuchte die Flüchtlingen zu überzeugen, sich registrieren zu lassen.
Jens Norgaard Larsen Die Dänische Polizei versuchte die Flüchtlingen zu überzeugen, sich registrieren zu lassen.

Die schleswig-holsteinische Polizei hat in Puttgarden am Mittwoch erneut einen ICE mit 80 Flüchtlingen mit Ziel Kopenhagen gestoppt. Ihnen wurde eine Unterkunft in schleswig-holsteinischen Erstaufnahmeeinrichtungen angeboten, wie die Polizei mitteilte. Diese Offerte nahmen die Flüchtlinge am Mittwochnachmittag an. Sie seien in eine Flüchtlingsunterkunft in Puttlos im Kreis Ostholstein gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Bahnverkehr von Deutschland nach Dänemark bleibe jedoch auf Anordnung der dänischen Polizei weiterhin unterbrochen, sagte eine Bahnsprecherin.

Der Zug aus Hamburg war gegen 15.00 Uhr in Puttgarden eingetroffen. Ein Kommunikationsteam der Polizei hatte mit Hilfe von Dolmetschern die Flüchtlinge davon überzeugt, zunächst in Deutschland zu bleiben. Eigentlich hatten die Flüchtlinge über Dänemark nach Schweden reisen wollen. 

Am Dienstag hatte die Polizei trotz fehlender Papiere 170 Flüchtlinge mit dem Zug nach Dänemark weiterreisen lassen. Sie hatten sich nach dem Stopp ihres Fernzugs in Lübeck geweigert, in eine hiesige Erstaufnahmeeinrichtung gebracht zu werden. Die dänische Polizei hatte ihnen jedoch in Rødby die Weiterreise verweigert.

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