Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit:

Post hat Marktmacht missbräuchlich ausgenutzt

Das Bundeskartellamt will für mehr Wettbewerb beim Geschäft mit Briefen sorgen. Durch besonders günstige Preise für Großkunden soll die Post ihre Stellung missbraucht haben.

Kaum ist der Streik beendet, gibt es erneut Ärger um den Briefzusteller.
Bernd Settnik Kaum ist der Streik beendet, gibt es erneut Ärger um den Briefzusteller.

Ohrfeige für die Deutsche Post: Das Bundeskartellamt wirft dem Unternehmen vor, in der Vergangenheit seine marktbeherrschende Stellung im Bereich Briefdienstleistungen missbräuchlich ausgenutzt und dadurch Wettbewerber behindert zu haben. Das teilte das Bundeskartellamt am Dienstag zum Abschluss eines Missbrauchsverfahren in Bonn mit.

Die Post habe mit Großkunden Briefpreise und Treuerabatte vereinbart, die es anderen Briefdienstleistern unmöglich machten, ein wettbewerbsfähiges Angebot zu unterbreiten. Mittlerweile habe das Unternehmen die kritisierten Maßnahmen jedoch eingestellt.

Im Laufe des Verfahrens hatte das Bundeskartellamt zuvor eine Abmahnung gegen das Unternehmen ausgesprochen. Ein Bußgeld wurde nicht verhängt. Eine derartige Marktabschottung verhindere, dass der Wettbewerb in Gang komme, kritisierte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.

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