Persönliche Gründe:

Präsident des Bundesamts für Flüchtlinge tritt überraschend zurück

Wegen der Flüchtlingskrise richtete sich der Fokus schon länger auf seine für Asylanträge zuständige Behörde. Jetzt wirft Bundesamtschef Manfred Schmidt hin.

Ein Nachfolger für den zurückgetretenden Präsidenten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Manfred Schmidt, steht noch nicht fest.
Daniel Karmann Ein Nachfolger für den zurückgetretenden Präsidenten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Manfred Schmidt, steht noch nicht fest.

Der wegen eines Rekordstaus bei den Asylanträgen massiv kritisierte Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Manfred Schmidt, tritt zurück. Wie das Bundesinnenministerium in Berlin am Donnerstag mitteilte, bat Schmidt "aus persönlichen Gründen" darum, von seinen Aufgaben entbunden zu werden. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) habe dieser Bitte entsprochen. Über einen Nachfolger wurde zunächst nichts bekannt.

Bundesinnenminister lobt Schmidt

Schmidt war seit Dezember 2010 Präsident des BAMF mit Sitz in Nürnberg. Seine Behörde wurde zuletzt in der Flüchtlingskrise von den Bundesländern und auch aus der großen Koalition in Berlin immer schärfer angegriffen, weil es nicht gelang, die Kapazitäten zur Bearbeitung von Asylanträgen zügig auszuweiten. Ende August stauten sich dort mehr als 270.000 Anträge. De Maizière bescheinigte Schmidt in einer Mitteilung gleichwohl, "hervorragende Arbeit geleistet" zu haben. "Die dramatisch gestiegenen Zahlen von Asylsuchenden in Deutschland stellen neben den Ländern und Kommunen auch das Bundesamt vor enorme Herausforderungen", hieß es. Damit die Behörde "in dieser Ausnahmesituation ihre Aufgaben bewältigen" könne, seien auch dank Schmidts Einsatz "Personal, Stellen und Haushaltsmittel in großem Umfang bereitgestellt worden".

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