Todesflug TWA 800:

Schoss die Navy 1996 einen Jumbojet ab?

Steckt hinter dem Absturz der Boeing 747 ein Terroranschlag oder war es ein missglücktes Marine-Manöver? Eine TV-Doku verspricht neue Beweise.

Das Wrack der Trans-World-Airlines-Maschine 1996.
AP/dpa (Archiv)

Es sind Aufsehen erregende Vorwürfe, die jetzt Mitglieder einer Untersuchungskommission in den USA erheben: Der Absturz eines Jumbo-Jets der Fluggesellschaft Trans World Airlines (TWA) am 17. Juli 1996 vor Long Island (New York) sei nicht durch die Explosion eines Benzintanks, sondern durch Krafteinwirkung von außen verursacht worden.

Denkbar sei dabei der Abschuss der Boeing 747 mit der Flugnummer 800 durch eine Rakete – entweder bei einem Terroranschlag oder durch einen Fehler der US-Marine, die zum Zeitpunkt des Unglücks im Atlantik nahe der Absturzstelle Manöver abhielt. 230 Menschen, die sich auf dem Flug nach Paris befanden, starben zwölf Minuten nach dem Start der Maschine vom JFK-Flughafen.

Offizielle Ursache: Defekter Draht

Sechs Experten der damaligen Expertengruppe melden sich jetzt in einer TV-Dokumentation zu Wort, die im Juli in den USA ausgestrahlt werden soll. Sie berichten von einem Skandal: Schon damals hätten sie die Schlussfolgerung eines technischen Versagens nicht mittragen wollen, seien aber von ihren Vorgesetzten zum Schweigen verurteilt worden. Möglicherweise sollte damit versucht werden, eine Schuldzuweisung an die Navy zu verhindern.

 Als offizielle Unglücksursache hatte die US-Luftsicherheitsbehörde NTSB nach vierjähriger Untersuchung angegeben, dass ein fehlerhafter Draht im Haupttank eine Detonation verursacht habe.

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