Kirche kritisiert frühen Verkaufsstart:

Spekulatius mit ins Freibad

Spekulatius und Dominosteine türmen sich schon jetzt in den Supermärkten. Die Leute hätten schon darauf gewartet, tönt der Handel. Mit Weihnachten hat das nichts mehr zu tun, schimpft die Kirche.

Die Sonne scheint durch den Lebkuchen, denn es ist ja bereits genug davon im Supermarkt-Regal.
Sebastian Gollnow Die Sonne scheint durch den Lebkuchen, denn es ist ja bereits genug davon im Supermarkt-Regal.

Es ist noch Badehosen-Wetter, und die ersten Spekulatius liegen bereits im Regal. Am Verkaufsstart von Weihnachtsgebäck knapp vier Monate vor dem Fest stößt sich gerade an diesem noch sommerlichen Herbstbeginn so mancher. Die Kirche schimpft: Mit Weihnachten habe das alles nichts mehr zu tun.

Der Handel hat Zimtsterne, Dominosteine und Lebkuchen unterdessen schon seit einiger Zeit schlicht in Herbstgebäck umgetauft - und ist sich sicher: Die Leute greifen zu. Fristen, ab wann welche Süßwaren verkauft werden dürfen, gibt es nicht. Das bestimmt ganz allein der Handel.

"Die durchgängige Kommerzialisierung der christlichen Feste ist uns nicht recht", meint der Vizepräsident der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thies Gundlach. Sowohl der Zeitpunkt des Verkaufs als auch die Bezeichnung "Herbstgebäck" sind ihm ein Dorn im Auge.

Die Bedeutung geht verloren

Die Herkunft werde damit bewusst unsichtbar gemacht. Der Advent, für den das Gebäck wie Spekulatius eigentlich gebacken wurde, sei eine Bußzeit - eine Zeit der Bescheidenheit. Früher hätten die Menschen sogar gefastet und sich daher mit dem etwas trockeneren Gebäck begnügt. All das, um sich auf Weihnachten vorzubereiten. Ohne dieses Bewusstsein gehe der Sinn der Leckereien verloren.

"Von Weihnachten haben wir das Gebäck schon lange gelöst, indem wir es mit dem Herbst verbunden haben", sagt der Inhaber des Printen-, Stollen- und Lebkuchenherstellers Lambertz, Hermann Bühlbecker. Die Diskussion, wann das Herbstgebäck in die Läden darf, ist für ihn belanglos. In Russland oder in Ländern Südamerikas verkaufe er Printen und Lebkuchen sogar das ganze Jahr über. Das ist in Deutschland nur in Städten wie Aachen, Nürnberg und Dresden der Fall.

Ob Herbst- oder Adventsgebäck: Die Verbraucher futtern auf alle Fälle tüchtig. In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch laut Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) jährlich bei rund 900 Gramm. Deutsche Hersteller produzierten im vergangenen Jahr etwa 81 000 Tonnen. Insbesondere zu Saisonbeginn beobachtet der Sprecher der Handelskette Real, Markus Jablonski, eine sehr große Nachfrage: "Die Leute haben wirklich darauf gewartet."

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (6)

selbe wortgleiche Nachricht im http://www.derhandel.de/news/unternehmen/pages/Spekulatius-mit-ins-Freibad-Kirche-kritisiert-fruehen-Verkaufsstart-von-Weihnachtsnaschereien-12063.html Lasst Euch doch doch mal was eigenes einfallen. Welche Kirche ist gemeint? Wann ist diese Aussage getroffen worden?

Hallo, das ist ein Artikel der Deutschen Presse-Agentur und dieser kostenpflichtige Dienst wird auch von anderen Redaktionen genutzt. Daher ist es völlig normal, dass die Text auch auf anderen Seiten auftauchen können. Die Aussage stammt von einem Mann von der Evangelischen Kirche, so wie es im Text steht.

Ich sag ja, dass der NK mit "Copy und Paste" Meinungsmache verursacht. Wo bleibt eigentlich Euer Anspruch an anspruchsvollem Journalismus (Nachfragen und recherchieren). Ihr gebt Euren Namen dafür her.! Wenn irgendwo irgendeiner etwas von sich gibt, wird in dieser Zeitung alles für bare Münze genommen und niveaulos weiter verbreitet. Bitte gebt Euch endlich einen Ruck, manchmal gelingt es wirklich, und laßt es nicht zur Wirklichkeit werden, dass man das Wort " Lügenpresse" auch auf den NK anwenden muß.

In welcher Passage des obigen Textes wird dann nach Ihrer Ansicht Meinungsmache betrieben? Oder besser. Außerdem: Wo wird gelogen? Die Deutsche Presse-Agentur liefert anspruchsvollen Journalismus. Der Nordkurier kann als Lokalzeitung nicht jedes Thema abdecken, dass nicht in unserer Region spielt, daher nutzen wir auch solche Agentur-Texte.

Es ist nichts dagegen einzuwenden wenn man Meldungen von Nachrichtenagenturen übernimmt aber es wäre sicher besser für die Glaubwürdigkeit wenn man auch die Quelle der Nachricht angeben würde wenn sie nicht auf dem eigenen Mist gewachsen ist.

... geprägten Ländern passiert Ähnliches nicht :)