Nach Abgas-Skandal:

Staatsanwalt ermittelt gegen VW-Mitarbeiter

Die juristische Aufarbeitung bei Volkswagen nimmt Fahrt auf. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig leitete gegen mehrere Mitarbeiter des Autobauers Ermittlungsverfahren ein.

Details zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen gegen die Mitarbeiter von VW sind noch nicht bekannt.
Julian Stratenschulte Details zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen gegen die Mitarbeiter von VW sind noch nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Abgas-Skandal bei VW gegen mehrere Mitarbeiter des Autobauers Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das sagte eine Sprecherin der Behörde am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der Branchenzeitung "Automobilwoche" vom gleichen Tag. Bisher hatte es zwar ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Betrug gegeben. Dabei sei geprüft worden, ob es einen Anfangsverdacht gegen VW-Mitarbeiter gebe. Das sei inzwischen der Fall. Über die Identität der Mitarbeiter wollte die Sprecherin keine Angaben machen, es gehe allerdings nicht um die erste Führungsriege des Konzerns.

Das Verfahren könne sich aber noch ausweiten. "Tendenziell werden es mehr als weniger Beschuldigte, je tiefer wir graben", sagte ein Sprecher. Details zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen nannte die Behörde nicht. Anfang Oktober hatten die Ermittler bei einer Razzia in der Wolfsburger Konzernzentrale Unterlagen und Datenträger beschlagnahmt. Europas größter Autokonzern hatte rund drei Wochen vor dieser Aktion eingeräumt, mit einem Computerprogramm die Abgaswerte bei Dieselwagen manipuliert zu haben.

 

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